Borreliose News 2010 - Seite 2 - Die unerkannte Krankheit von Zecken - Borreliose

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Borreliose News 2010 - Seite 2

12.02.10
Virologen schlagen Alarm vor neuen Krankheitserreger der Zecken

Es wird befürchtet, dass sich neue Zeckenarten in Deutschland ausbreiten werden. Bisher war der gemeine Holzbock die häufigste Zeckenart in Deutschland mit 30 verschiedenen Bakterien und 40 Viren im Gepäck, die bisher nachgewiesen worden sind. Auch der kalte Winter dieses Jahr wird an der Ausbreitung nichts ändern, da es den Zecken meist nichts ausmacht. Mit den neuen Zecken werden wohl außer der bekannten wie z. B. Borreliose- und FMSE Erregern auch noch andere unbekannte Krankheitserreger eingeschleppt. Während 2005 die Auwaldzecke, die aus Südeuropa stammt noch selten zu sehen war, gibt es im Raum Michendorf (in der Nähe von Potsdam / Brandenburg) vermehrt Auwaldzecken und so gut wie keine Holzbock Zecken mehr. Die Auwaldzecke soll unter anderem das Fleckfieber übertragen können. Im Gegensatz zu der Borreliose, soll das Fleckfieber zu den meldepflichtigen Krankheiten gehören. Weitere Erreger der Auwaldzecke können bei den Lymphbahnen des Menschen gewisse Infektionen auslösen. Mit diesen Bakterien waren rund 80 % der Auwaldzecke infiziert. Während der Holzbock in Wiesen oder Hecken auf seine Opfer wartet, greift die dreimal zu große Auwaldzecke ganz aggressiv das potenzielle Opfer an. Eine andere entdeckte Zecke, die aus Asien und Osteuropa stammt, ist die Reliktzecke. Die Reliktzecke steht im Verdacht u. a. die Hasenpest  und mögliche (noch nicht bekannte) Krankheiterreger zu übertragen. Aus der Türkei kommt eine andere Gefahr nach Süddeutschland mit Namen Hyalomma Zecke. Die Zecke kann u. a. das Krim-Kongo-Fieber übertragen, das unbehandelt nach 2 Wochen tödlich enden kann. Aber die Sorgen der Virologen sind nicht nur die bekannten übertragenen Krankheiten, sondern die unbekannten Krankheiterreger, die diese neuartigen Zecken mit sich bringen können. Und das mit Recht, wenn es schon bei der bekannten Zeckenkrankheit Borreliose zu Problemen bei der Diagnose und Behandlung kommen kann. Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de    

18.02.10
Kennen Sie bei der Borreliose die Genospezies?
So wie nicht jede Borreliose gleich verläuft, hat auch nicht jeder Betroffene denselben Erregerstamm in sich. Die Borrelienarten (Genospezies) sind auch für die verschiedenen Krankheitsverläufe typisch. Allerdings kann man sogar mehrere dieser Borrelienarten in sich haben. Am Besten, wir beginnen mit meiner Borreliose und dem dazugehörenden Genospezies. Bei meinem Borreliose Test wurde die Borrelienart "Borrelia burgdorferi sensu stricto" festgestellt. Dieser Stamm der Borrelien soll der klassische Erreger der Lyme Borreliose sein und für die Krankheiten und Beschwerden der Lyme-Arthritis (Gelenke), Wanderöte, Neuroborreliose und für Herzbeschwerden (Karditis) verantwortlich sein. Der nächsten Borrelien Stamm nennt sich "Borrelia afzelli" und kann Haut beschwerden (Akrodermatits chronica atrophicans), Wanderöte, sowie Lyme-Arthritis auslösen. Weiter geht es mit Erreger "Borrelia garinii", der hauptsächlich Neuroborreliose und Erythema migrans (Wanderöte) auslösen kann. Der nächsten Borrelien Stamm nennt sich "Borrelia spielmanii", der zu Bluthochdruck, Muskelschmerzen, Hals- und Lendenwirbelschmerzen und Bratapfelhaut führen kann. Alle Stämme können auch noch andere Beschwerden machen, so dass dies nur eine kleine Orientierung sein soll. Weitere Stämme, die in Europa vorkommen können, sind z. B.  Borrelia lusitaniae, Borrelia valaisiana und Borrelia bavariensis. Jetzt gibt es aber auch noch Borrelia-Subspezies (über 300 verschiedene Stämme), wie z. B. aus Europa das Borrelia miyamotoi oder Borrelia Ionestari, so dass man am Schluss gar nicht mehr richtig weis, von was man eigentlich wirklich krank ist. Die Zecken Durchseuchungsrate in Deutschland bei den oben genannten 4 Genospezies soll bei "Borrelia burgdorferi sensu stricto"  bei ca. 15 %, bei "Borrelia afzelli" bei ca. 37 %, bei "Borrelia garinii" bei ca. 39 % und  bei "Borrelia spielmanii" zwischen 6 - 18 % liegen. Schussendlich kann man also sagen, dass sich Borreliose Kranke schon alleine wegen den Genospezies unterscheiden, so dass man Borreliose Patienten in der Regel auch individuell behandeln sollte. Quelle: http://free.pages.at

25.02.10
Borreliose trotz frühzeitiger Entfernung der Zecke?

Bisher ging man davon aus, dass wenn man die Zecke innerhalb von 12 - 24 Stunden entfernt wird, wahrscheinlich keine Borrelien übertragen worden sind. Laut einer Untersuchung soll das aber nicht stimmen, denn besonders bei Larven und Nymphen kann die Übertragung schon nach 2 Stunden erfolgen. Eine andere Studie hat gezeigt, dass bei Rückfallfieber Borrelien schon eine Saugzeit von ca. 15 bis 90 Minuten ausgereicht hat. Auch die Annahme, wenn die Zecke am Hinterlieb durch den Saugvorgang angeschwollen ist, dass dann erst eine Übertragung stattgefunden hat, soll falsch sein. Außerdem wurde auch Borrelien in den Speicheldrüsen der Zecken gefunden. Dabei hatten rund 10 - 25 % der untersuchten Zecken die Borrelien im Speichel. Das hinterlistige an dem Speichel ist, dass sich auch immunsuppressive Substanzen darinnen befinden sollen, die das Immunsystem in Ihrer Funktion unterdrücken kann. Den Speichel machen sich die Borrelien dann zu Nutze um quasi Maskiert in den Körper des Menschen einzudringen. Das soll auch der Grund sein, das andere Insekten weniger als Überträger der Borreliose geeignet wären als die Zecken. Auch noch eine andere Gefahr geht von den Nymphen aus, da Sie klein und unauffällig sind. Denn was nützt es ein Zecke rechtzeitig zu entfernen, wenn man die Zecke gar nicht bemerkt. Zumal die Nymphen laut einer Studie den Menschen am Häufigsten befallen würden. Bei jedem Zeckenstich sollte die Zecke auf Borrelien untersucht werden, da man so einen Hinweis erhält, ob überhaupt eine  Borreliose - Gefahr von Zecke ausgegangen ist. Insgesamt gesehen bringt die schnelle Entfernung der Zecke nicht immer den gewünschten Erfolg. Übrigens wurde festgestellt, dass ca. 2% der untersuchten Zecken sogar zwei Borrelien Stämme in sich trugen und bei ca. 0,3 % waren es sogar 3 Borrelienstämme. Bisher ging man davon aus, dass es unwahrscheinlich ist, das eine Zecke mehr als ein Borrelien - Stamm in sich trägt.  Quelle: http://free.pages.at

04.03.10
Die Syphilis wird kontrolliert und die Borreliose nicht?
Viele Betroffene von der Borreliose kennen es vermutlich. Als ich damals mit diffusen Borreliose Symptome zum Arzt kam, war die Diagnose schnell gefunden. Für den Hausarzt war sofort klar, dass ich eine psychische Krankheit habe. Da ich das nicht glaubte, überwies er mich zum Psychiater. Auch der glaubte scheinbar von Berufswegen, dass ich eine psychische Störung habe. Wäre ich dort in ein psychiatrisches Krankenhaus gekommen, hätte ich wohl Pech gehabt, weil ich keine Syphilis habe. Denn bei den meisten psychiatrischen Krankenhäusern wird der eingewiesene Patient standardmäßig auf mögliche Syphilis überprüft, aber nicht auf eine Borreliose. Dabei gibt es eine tschechischen Untersuchungen, die in einer Studie festgestellt haben, das in psychiatrischen Krankenhäuser die Patienten fast doppelt so häufig einen erhöhten Borrelientiter haben, als bei dem normale Vorkommen in der Bevölkerung. Scheinbar interessiert das aber groß niemand. Dabei ist gerade bei der Neuroborreliose diese psychischen Beschwerden ähnlich wie bei der Syphilis. Somit hege ich den Verdacht, dass in unseren psychiatrischen Krankenhäusern wohl viele Borreliose Betroffenen sitzen, die nicht einmal wissen, dass Sie eigentlich an der Borreliose leiden. So kann der Psychiater stundenlang mit dem Borreliose Patienten über die Kindheit reden und dort die Ursache zu suchen. Es wird vermutlich nichts nützen. Ich frage mich, warum das in der heutigen Zeit nicht bekannt ist, wo dieses Wissen jedem Arzt zugänglich sein sollte. Es kann doch nicht sein, das Patienten in psychiatrischen Kliniken im Schicksal ausgeliefert sind, wo ein einfacher Borreliose - Test Klarheit bringen könnte. Quelle: Buch von Dr. Petra Hopf-Seidel - Krank nach Zeckenstich vom Knaur - Verlag.

10.03.10
Die Probleme bei der Borreliose von der Entstehung bis zur Behandlung
Heute will ich mal aufzeigen, was bei der Borreliose oft schief laufen kann. Das fängt schon bei dem Zeckenstich an. Gerade die rechtzeitige Entfernung der Zecke schützt nicht immer vor der Borreliose, da Zecken auch die Borrelien im Speichel haben können. Nach dem Zeckenstich sollte man die Zecke immer aufbewahren, denn die Borrelien können bei einer toten Zecke bis zu 2 Jahre nachgewiesen werden. Auch die Wanderöte, die als sicheres Zeichen für die Borreliose gewertet wird, tritt nur bei ca. 50 % der Betroffenen auf. Um einen Borreliose Test zu machen, muss man in der Regel 6 - 8 Wochen warten, bis sich genügend Antikörper gebildet haben. Das kann aber schon zu spät sein, denn die Patientenorganisation "Borreliose und FSME Bund Deutschland e. V." hat vor längerer Zeit informiert, dass eine Borreliose schon nach 4 Wochen chronisch werden kann. Zumal ein Borreliose Test (wenn der unstandardisierte Test überhaupt was anzeigt) nichts über den Zustand aussagt, ob die Borreliose aktiv ist oder nicht. So kann ein gesunder Mensch auch einen erhöhten Borreliosewerte haben. Deshalb wird das klinische Erscheinungsbild meist mit eingebunden. Die Frage ist nur, wie man dies wertet? Sind jetzt z. B. die Kopfschmerzen von der Borreliose oder von einer psychischen Erkrankung? Welche Symptome bei einer Borreliose typisch sind lässt sich meist auch nicht sagen, da die Borreliose ist eine Multisystemkrankheit ist. Glaubt man nun eine Borreliose gefunden zu haben, dann geht es weiter mit der Behandlung. Doch wie viel und wie lange man das  Antibiotika gibt, da haben viele Experten Ihre eigene Meinung. Zwar gibt es Leitlinien, die aber gerade in den USA von einem Generalstaatsanwalt überprüft werden. Nach der Behandlung machen einige Ärzte einen zweiten Test, um zu schauen, ob die Borreliose abgeheilt ist. Doch gibt es meines Wissen überhaupt kein Test, der dies sagen könnte. Denn sind die Werte stark gefallen, was sagt das schon aus, wenn die Beschwerden geblieben sind? Und selbst wenn alle Symptome verschwunden sind, ist man dann auch gesund? Es kann doch gut sein, dass ein paar Borrelien sich verkapselt haben und später wieder reaktiviert werden. Ich kenne zwar nicht alle Krankheiten, aber bei der Borreliose läuft so einiges schief.

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Im dichten Wald erhöhte Borreliose Gefahr durch Zecken

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