Borreliose News 2010 - Seite 7 - Die unerkannte Krankheit von Zecken - Borreliose

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Borreliose News 2010 - Seite 7

05.08.10
Können auch andere Insekten die Borreliose übertragen?

Es gibt Hinweise, dass nicht nur die Zecken die Borreliose übertragen können, sondern auch andere Insekten. Wie schon in den News vom 22.07.10 erwähnt, soll auch bei Läusen, Mücken, Flöhen und Spinnen eine Übertragung möglich sein. In Wikipedia wird berichtet, dass eine Übertragung der Borreliose durch Bremsen bekannt ist. Bei den Spinnen fand ich in einem Forum (http://forum.garten-pur.de) einen Beitrag, wo jemand erzählte, dass sein Hausarzt durch einen Spinnenbiss (keine Zecke) eindeutig an der Borreliose erkrankt ist. Selbst Wespen oder Herbstmilben stehen im Verdacht, die Krankheit Borreliose zu übertragen. Auf dem Patientenforum (http://www.patientenforum-borreliose.de) antwortet ein Arzt auf die Frage "Borreliose durch Mückenstich?", dass es theoretisch möglich ist, dass blutsaugende Insekten die Borrelien beim Stich übertragen können, allerdings sieht er die Wahrscheinlichkeit als gering ein. Zumal es keine Region gäbe, wo gehäufte Meldungen über Stechmücken in Verbindung mit der Borreliose vorkommen. Meiner Meinung nach kann es daran liegen, dass wenn man zum Arzt geht und sagt, dass man einen Mückenstich hatte, der Arzt wohl kaum eine Borreliose Untersuchung veranlasst. Erst vor Kurzem erhielt eine E-Mail, wo mir eine Borreliose24 Besucherin erzählte, das Sie von einer Mücke gestochen wurde und eine Wanderöte bekam, aber der Arzt es als normaler unbedeutender Mückenstich abgetan hat und keinen Bedarf auf eine Borreliose Untersuchung sah. Erst bei einem Heilpraktiker wurde ein Borreliose Test gemacht, wo die Krankheit festgestellt wurde. Sie hat daraufhin im Internet recherchiert und fand heraus, dass nach Ihren Informationen auch rund 10 % aller Mücken mit dem Borrelien Erreger infiziert sind. Wichtig ist dabei, das wenn sich durch einen Mückenstich eine Wanderröte oder grippeähnlich Symptome zeigen, es nicht als harmloser Mückenstich abzutun, sondern Ihren Arzt aufsuchen. Allerdings wäre es dann von Vorteil, wenn der Arzt dann auch den Vorfall ernst nehmen würde.   


12.08.10
Einen Schutzanzug gegen die Zecken

Wer sich in die Natur begibt, muss eigentlich immer mit einem Zeckenangriff rechnen und mit der Gefahr, sich mit Borreliose oder in Risikogebieten auch mit FSME anzustecken. Das kann den Aufenthalt in der Natur ganz schön vermiesen. Doch was machen z. B. Gärtner, Waldarbeiter, Förster, Bauern oder Sonstige, die immer in die Natur gehen müssen. Im Internet fand ich einen Schutzanzug gegen Zecken, der sehr effektiv sein soll. Hat man den Anzug gegen Zecken an, dann können zwar die Zecken auf das Gewebe des Schutzanzugs gehen, was aber schon nach wenigen Sekunden unangenehm für die Blutsauger werden kann. Denn es soll eine "Hot-Feet-Effekt" entstehen, was soviel heißt, das es den Zecken heiß an den Füßen wird. Im Video (siehe Quellenangabe) kann man schön beobachten, wie es der Zecke schon nach kurzer Zeit ungemütlich wird. Danach lässt sie sich einfach wieder abfallen. Wie in dem Flyer auf der Webseite zu sehen ist, soll der Schutzanzug hautverträglich sein, über 50 Waschungen die Wirkung erhalten bleiben, nach dem Öko-Tex Standart 100 und bei der Bundesanstalt für Arbeitsmedizin und Arbeitschutz (Reg.-Nr. N-37298) zugelassen sein. Der Anzug soll nicht nur vor Zecken schützen können, sondern auch andere beißende und stechende Insekten durch den "Hot-Feet-Effekt" fernhalten. Ich hatte mal geschaut, wo bei uns so ein Schutzanzug zu erwerben ist und fand die Adresse vom Baumarkt "Bauhaus". Laut Google unter Rubrik Shopping kostet die Latzhose "ProVerde®" mit Zeckenschutz rund 60 Euro und die Arbeitsjacke "ProVerde®" mit Zeckenschutz auch noch mal ca. 60 Euro. Das wäre natürlich im Vergleich zu den Kosten, die durch die Krankheiten Borreliose oder FMSE entstehen könnten ein Spotpreis. Ich werde mir mal überlegen, ob ich so eine Schutzkleidung nicht zulegen werde, denn wenn ich durch irgendwelche Gründe gezwungen werde, in den Wald zu gehen, wäre das wohl ein wesentlich besseres Gefühl als ohne Schutz. Quelle: http://www.zeckenschutz-bekleidung.de   


19.08.10
Die Lyme Borreliose wird als Krankheit am meisten verharmlost

Das sagen nicht nur viele Betroffene, sondern neuerdings auch der Patientenbeauftragte Wolfgang Zöller (CSU) auf der offiziellen Homepage der Bundesregierung. Dort heißt es wörtlich als Zitat vom 13.08.10" Die Lyme-Borreliose zählt zu den am meisten unterschätzten und verharmlosten Krankheiten in Deutschland". Diese erfreuliche Einsicht kommt vermutlich auch durch die Pressekonferenz, die am 12.08.2010 von der Patientenorganisation "Borreliose und FSME Bund Deutschland e. V." durchgeführt wurde, bei dem der Patientenbeauftragte Wolfgang Zöller teilnahm. Auch wird jetzt offiziell angegeben, dass ca. 1 Million Menschen von der Borreliose betroffen sind. Das Frühstadium soll bei 4 Wochen liegen, wo eine Borreliose noch gut zu behandeln ist. Die üblichen Borreliose Tests werden aber erst nach 6 - 8 Wochen durchgeführt, was aber dann kein Frühstadium mehr ist. Auch würde verlässliche Marker bei der Borreliose fehlen. Zum ersten Mal lese ich auf einer offiziellen Homepage der Bundesregierung, dass die Lyme Borreliose bestritten, verkannt oder sogar bagatellisiert wird. Der Patientenbeauftragte möchte, dass die Meldepflicht in ganz Deutschland für die Krankheit eingeführt wird, weil zurzeit nur die neuen Bundesländer eine Meldeplficht bei der Borreliose haben. Auch sollen Gruppen wie die Deutsche Borreliose Gesellschaft mehr herangezogen werden, so das alle Sachkompetenz von Forscher, Ärzte, Kassen, Selbsthilfegruppen und Patienten an einem Tisch sitzen. Zudem fordert Herr Zöller, dass ein Patient mit einer Borreliose endlich ernst genommen werden sollte. Doch fehlen belastbare klinische Studien, die eine gezielte kompetente Weiterbildung der Ärzte erschwert. Anmerkung: Es ist sehr erfreulich, das scheinbar jetzt Bewegung bei Lyme Borreliose zu erwarten ist. Hoffen wir mal, das es bald Verbesserungen geben wird, auf die viele Betroffene der Borreliose schon lange warten. Quelle: http://www.bundesregierung.de   

26.08.10
Kann die Ozontherapie bei der chronischen Borreliose helfen?
Vor einiger Zeit hatte ich im Internet gelesen und auch schon darüber berichtet, dass ein Arzt bei der chronischen Borreliose u. a. auch eine Ozontherapie anwendet. Doch warum kann eine Ozontherapie bei der chronischen Borreliose hilfreich sein? So soll die Ozontherapie keimtötend (bei allen Viren und Bakterien) sein und das Immunsystem stärken können. Auch die Durchblutung soll durch die Sauerstoffanreichung verbessert werden. Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Anwendung. Eine Möglichkeit ist die große Eigenbluttherapie, wo ca. 150ml Blut entnommen wird und mit einem Sauerstoff- Ozon Gemisch angereichert wird. Diese Art der Therapie wird häufig bei chronischen Krankheiten wie z. B. der Borreliose oder einer Immunschwäche eingesetzt. Die kleine Eigenbluttherapie wird weniger Blut entnommen, aber auch mit dem Sauerstoff- Ozon Gemisch angereichert und wieder injiziert. Häufig in der Sportmedizin oder bei Allergien kommt diese Art der Behandlung zum Einsatz. Die Sauerstoff Ozon Insufflation wird das medizinische Gasgemisch langsam rektal eingeführt, wo es sich im Darm ausbreiten kann und Leber und Darmproblemen helfen soll. Dann gibt es noch die Beutelbegasung, das z. B. bei Hautverletzungen oder schlecht heilenden Wunden eingesetzt wird. Bei sehr vielen Krankheiten wie z. B. Tinnitus, Rheuma, Gicht, Immunschwäche, Arthosen, Depressionen, Stoffwechselstörungen, chronischen Infektionen, Herzleiden, Migräne, Allergien, Hautkrankheiten, hormonale Störungen und viele mehr soll die Ozontherapie helfen können. Das ist deshalb interessant, weil die Ozontherapie auch Krankheiten mit behandeln kann, die als Ursache gar nicht bekannt sind. Denn einer Theorie zu Folge hat ein Borreliose Patient irgendeine sonstige körperliche Schwäche, damit eine Borreliose überhaupt ausbrechen kann. Wenn man Glück hat, wird die quasi mitbehandelt, ohne es zu wissen. Allerdings raten viele Ärzte in der Frühphase einer Borreliose erst einmal zu einer Antibiotikabehandlung. Quelle: http://www.praxis-fuer-naturheilmedizin.de

01.09.10
Borreliose und die Psyche
Als ich zum ersten Mal wegen meiner Borreliose zum Arzt ging, bekam ich als Diagnose, dass meine Beschwerden psychisch bedingt sind. Das es durch eine chronische Borreliose auch zu psychischen Veränderungen kommt, war dem Arzt wohl nicht bekannt. Denn häufig klagen Betroffene bei der Borreliose über eine starke Müdigkeit und Erschöpfungen, so dass Sie sich öfters am Tag ausruhen müssen. Auch kann es zu depressiven Stimmungslage kommen, die wenn Sie nach einem Zeckenstich auftreten, der Verdacht auf eine Borreliose erhärten kann. Aber auch Panikattacken, Alpträume, Angstzustände oder Zwangsgefühl können mit der Krankheit in Verbindung stehen. Selbst die Aufmerksamkeitsdefizit - Hyperaktivitätsstörung (ADHS) kann durch eine Borrelieninfektion ausgelöst werden. Andere Auffälligkeiten können der Interessenverlust zu seinen Hobbys sein, eine zunehmende Aggressivität des Betroffenen oder den Rückzug als dem normalen Leben, so das Freizeitaktivitäten und Freundschaften abgebrochen werden und zusätzlich auch belasten kann. So kann die kleinste Aufgabe als Anstrengend empfunden werden, zumal sich auch eine Lustlosigkeit breit machen kann. Doch warum kommt es überhaupt zu den psychischen Symptomen bei der chronischen Borreliose? Ein Grund soll die Tatsache sein, dass es durch die Borrelien im Wirtsorganismus zu Entzündungen kommt. Die gebildeten Entzündungsmediatoren verbrauchen dadurch vermehrt Tryptophan, das zu der Bildung von Serotonin gebraucht wird. Wird nicht genug Serotonin gebildet, dann können depressive Gefühle entstehen. Wenn man nun bedenkt, das eine Depression deshalb in 1. Linie entstehen kann, weil ein Serotoninmangel organisch entstanden ist, braucht man sich über die psychische Veränderung bei der chronischen Borreliose nicht zu wundern. Doch scheinbar ist dieser Umstand meinem damaligen Arzt nicht bekannt gewesen. Quelle: Buch von Dr. Petra Hopf-Seidel - Krank nach Zeckenstich vom Knaur - Verlag.

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Trotz schöner Blumen können in Wiesen einige Zecken lauern und Borreliose übertragen

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