Borreliose News 2011 - Seite 4 - Die unerkannte Krankheit von Zecken - Borreliose

Borreliose 24
Mehr Hilfe durch Informationen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Borreliose News 2011 - Seite 4

21.04.11
Haben viele Menschen Borreliose, ohne es zu wissen?

Da man sich die Borreliose fast weltweit einfangen kann und selbst im Eismeer Borrelien bei Seevögeln gefunden wurden, werden vermutlich mehr Menschen an einer Borreliose leiden, als bisher angenommen. Doch die Borreliose muss nicht immer sofort mit Ihren unzähligen Symptomen ausbrechen, sondern kann auch schleichend voranschreiten. So hatte ich z. B. lange vor dem eigentlichen Ausbruch immer wieder Beschwerden, die aber bei meinen Ärzten als unklare aber harmlose Beschwerden bezeichnet hatten. Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Untersuchung von 1997, wo der Arzt Dr. Hassler ein Experiment wagte und in seinem Wohnort alle wohnenden Menschen auf die Borreliose untersuchte. Er fand heraus, dass 17 % der Einwohner seropositiv waren, das heißt, dass im Blut Antikörper von Borrelien gefunden wurden. Das Interessante ist aber dabei, das die Personen meist auch an typischen Beschwerden litten, ohne die genaue Ursache Ihres Leiden zu kennen. So konnte der Arzt in einem Zeitraum von 10 Jahren feststellen, dass die Neuerkrankungsrate der Borreliose bei rund 0,5 Prozent liegt. Umgerechnet auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland sind jährlich nach dieser Quote mit rund 400.000 Neuerkrankungen zu rechnen. Doch genauso wie den Bewohner in dem Wohnort des Arztes ging es auch mir, indem ich immer wieder zum Arzt ging, doch meine Beschwerden keiner Borreliose zugeortet wurde. Dafür durfte ich des Öfteren hören, dass meine Symptome vermutlich psychisch bedingt sind. Doch gehen wir doch mal davon aus, das in Deutschland 17 % auch einen seropositiven Befund der Borreliose hätten, wie der Arzt in seinem Wohnort untersucht hatte, dann wären in Deutschland ca. 13.600.000 Bürger an der Borreliose erkrankt und bei 0,5 % Neuerkrankungsrate kommen jedes Jahr ca. 400.000 Menschen hinzu. Doch wie viele der rund 13 Millionen möglichen Betroffenen der Borreliose wissen auch, dass Sie an einer Borreliose erkrankt sind? Dürfen diese Patienten das gleich anhören wie ich, dass die Beschwerden vermutlich psychische Natur sind und Diagnosen erhalten wie zum Beispiel "Vegetative Dystonie"? Mögliche Fehldiagnosen der Borreliose sollen auch z. B. Burn-out-Syndrom, Rheuma, Fibromyalgie, Depression oder Multiple Sklerose lauten. Ist es nicht unglaublich, wie sich eine Krankheit derart ausbreiten kann, ohne dass sich die Politik massive Sorgen um die Volksgesundheit macht? Quelle: http://www.rzuser.uni-heidelberg.de   


28.04.11
Neues aus der Borreliose und Zecken Forschung

Es gibt 2 neue Untersuchungen über Zecken und zeckenübertragende Krankheiten. Die 1. Untersuchung von Schweizer Wissenschaftler handelt von den Zecken und dem Klimawandel, wo festgestellt wurde, dass infizierte Zecken mit dem Borreliose Erreger gewisse Trockenperioden besser überstehen können. Normalerweise vertragen die Zecken keine Trockenheit, aber scheinbar hilft das Bakterium die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Für ein Laborversuch wurden 1.500 Zecken gesammelt und in verschiedene Behälter mit unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit gelegt. Dabei stellte sich heraus, dass 2/3 der Zecken trockene und warme Luft nicht überlebt hatten, wogegen infizierte Zecken mit dem Borreliose Erreger etwa nur jede 2. Zecke starb. So sei zu befürchten, das bei wärmen Wetterlagen gerade die Zecke überleben, die Borrelien verseucht sind. Experten gehen deshalb davon aus, das die Borreliose Fälle dann sogar zunehmen werden, weil die Wahrscheinlichkeit von einer infizierten Zecke gestochen zu werden stark erhöht ist. Die 2. Untersuchung wurde von Berliner Forscher der Charité Klinik durchgeführt. Die haben festgestellt, das auf beweideten Flächen die Anzahl der infizierten Zecken abnimmt, im Vergleich zum Brachland. So könnten sich Zeigen und Rinder durch einen Zeckenstich nicht infizieren, die Erreger werden aber durch den Stich irgendwie neutralisiert. Das heißt, die infizierte Zecke kann nach dem Zeckenbiss wieder ohne Erreger sein. Quasi eine Impfung der Zecken gegen die Borrelien. So ist es dann auch nicht verwunderlich, das das Infektionsrisiko auf Weiden stark gesenkt ist. Man geht davon aus, dass der Unterschied zum Brachland auf Weidenflächen 60 x niedriger ist. Hier würde es sich bestimmt lohnen, genauer den Umstand zu untersuchen. Warum die Wiederkäuer einen Schutz im Vergleich zu den Menschen haben, wurde aber gerade nicht untersucht. Ich hatte schon mal vor Jahren so ein ähnlicher Bericht über das Weideland gelesen, sodass ich vermute, dass es auch ein Problem bei der Bündelung der Ergebnisse gibt. So befürchte ich, dass zwar Borreliose Forschung betrieben wird, aber jede Wissenschaftsgruppe sein eigenes Süppchen kocht. Hier fehlt es vermutlich an einem richtigem Zentrum (und auch am Geld), wo alle Daten ausgewertet und Folgeforschung in Auftrag gegeben werden. Bestimmt gibt es Möglichkeiten, der Borreliose Volkskrankheit Herr zu werden, wenn man es nur wollte. Quelle: http://www.proplanta.de


05.05.11
Die Behandlungsmöglichkeiten der Borreliose

Ich will mal einen Blick auf die Behandlungsmöglichkeiten der Borreliose werfen. Nach meiner Ansicht gibt es 3 Möglichkeiten, die Borreliose zu bekämpfen. Wichtig ist dabei zu Wissen, das die Borrelien gewisse Neurotoxine absondern, die zu zahlreichen Beschwerden führen können. Die 1. Möglichkeit ist die Bekannteste, denn damit wird versucht, die Bakterien durch Antibiotika oder andere Mittel abzutöten. Das ist meist am Anfang der Infektion erfolgsversprechend, weil die Borrelien noch im Blut und nicht im Bindegewebe, Knorpel oder anderswo versteckt haben. Im chronischen Zustand wird die Sache oft schwieriger. Sind alle Bakterien abgetötet, kann das vorhandene Neurotoxin eine gewisse Zeit weiterhin Probleme machen, aber man ist dann hinterher meist wieder gesund. Der Nachteil ist bei dieser Behandlungsart, dass man nie genau weiß, ob auch wirklich alle Bakterien eliminiert wurden. Bleiben nur ein paar Bakterien übrig, weil z. B. das Antibiotika zu schwach oder nicht lange genug geben wurde, dann kann die Krankheit erneut ausbrechen. Die 2. Möglichkeit ist die Entgiftung, indem man versucht, die Neurotoxine auszuleiten. Die Chlorella Algentherapie scheint hier meiner Meinung erfolgsversprechend zu sein. Ich bekam auch viele Rückmeldungen über diese vorgestellte Therapie und mache mittlerweile selber den Versuch mit der Algentherapie. Ich bin jetzt am 24. Tag angelangt und werde am Ende (74. Tag) über meine Erfahrung berichten. Das Problem bei dieser Möglichkeit ist, das dabei nicht die Bakterien abgetötet werden und somit die Krankheitssymptome ziemlich sicher wieder zurückkehren werden. Dafür soll es aber eine Zeit (bis zu einem halben Jahr) beschwerdefrei machen können, was schon seit langer Zeit herbeisehne. Die 3. Möglichkeit ist das Immunsystem so wieder fit zu machen, dass es die Krankheit Borreliose wieder selber bekämpfen kann. Hier liegt der Vorteil darin, das wenn das Immunsystem die Borreliose selber besiegen kann, vielleicht auch vor anderen Krankheiten oder einer Neuinfektion besser gewappnet zu sein. Der Nachteil ist bei dieser Möglichkeit, dass man vorher nicht weiß, ob man überhaupt das Immunsystem so fit bekommt, das es die Borreliose besiegen kann. Viele Experten empfehlen, zuerst unter fachärztlicher Betreuung die Bakterien abzutöten. Besonders am Anfang der Infektion stehen die Chancen auf Heilung nicht schlecht. Probiert man aber zuerst alternative Methoden und stellt dann fest, dass es nicht hilft, kann vielleicht schon das Stadium der Borreliose gewechselt haben und die schulmedizinische Heilungschance deutlich erschwert werden.  

12.05.11
Die Folgekosten einer nicht erkannte Borreliose
Ich bekam vor Kurzem eine E-Mail, wo mich ein Arzt auf ein neues Labor "Deutsches Chroniker Labor" aufmerksam gemacht hat. Gerade bei der Diagnose der Borreliose gibt es immer wieder Probleme. Ich selber durfte ein Jahr länger rätseln, warum ich so schwer krank bin, weil mein erster Borreliose-Test negativ war. Auf der Homepage des Labors fand eine Information, warum das Finden der Borrelien so schwierig sein kann. Zum einen wären die Borrelien, deren Vielfalt nicht in allen Tests berücksichtigt wird, die Antigenvariabilität sowie auch manchmal fehlende Kreuzaktivität, die eine Diagnose scheitern lassen kann. Umso eine Borreliose dann doch noch diagnostizieren zu können, bedarf in vielen Fällen ein gutes Labor, das mit ernormen Aufwand und Testkombinationen trotzdem noch die Borrelien-Antikörper findet. Denn eine nicht erkannte Borreliose kann durch die Folgekrankheiten erheblich Kosten erzeugen. So rechnet man bei der möglichen Folgekrankheit Vaskulitiden (Autoimmunerkrankungen), dass die Behandlungskosten so um die ca. 30.000,-- Euro im Jahr betragen können. Auch mögliche depressive Erkrankungen (z. B. Depression) können bis zu ca. 50.000 Euro im Jahr betragen, zumal man noch davon ausgehen muss, dass der Patient arbeitsunfähig werden kann. Auch eine Immunthyreoiditis (Autoimmunerkrankung) soll sich mit bis zu ca. 5.000 Euro im Jahr niederschlagen können. Die Behandlung der rheumatoide Arthritis (entzündliche Krankheit der Gelenke) kann bis zu ca. 50.000 Euro im Jahr betragen, wobei auch mit einer ständigen Rehabehandlung oder/und Invalidität zu rechnen ist. Die Multiple Sklerose soll pro Jahr so um die ca. 60.000 Euro betragen, wenn man die vorzeitige Berentung und die Behandlungskosten zusammenzählt. Noch schlimmer wird es mit den Kosten bei Verhaltenstörungen und psychischen Störungen, deren gesamte jährliche Krankheitskosten alleine in Deutschland bei bis zu rund 28 Milliarden Euro liegen soll. Inwieweit bei den aufgezählten Krankheiten dafür die Borreliose verantwortlich ist, weiß ich nicht, aber ich selber wurde 7 Jahren wegen psychischen Störungen behandelt, obwohl ich eine Borreliose hatte. Einige Betroffene der Borreliose haben nicht so viel Glück und sind wegen der Krankheit gleich in der Psychiatrie gelandet. So weit ich weiß, wird dort der Patient zwar auf Syphilis getestet, aber keinen Borreliose-Test gemacht. Manche amerikanische Ärzte behaupten sogar, dass jeder 3. Patient mit der Diagnose Rheuma eigentlich an einer Borreliose leidet. Eigentlich ist das Ganze mit der Diagnose der Borreliose ein Trauerspiel und dürfte in der heutigen Medizin nicht vorkommen. Quelle: http://www.deutsches-chroniker-labor.de

19.05.11
Neuer Impfstoff gegen die Borreliose in Sicht?
Hat das Warten auf einen Impfstoff gegen die Borreliose bald ein Ende? So wie es aussieht, wird gerade ein neuer Impfstoff gegen die Borreliose an Menschen in Deutschland getestet. Die Suche nach einem Borreliose Impfstoff dauert schon weit über 15 Jahre und scheint nun endlich erfolgsversprechend zu sein. Zumindest wenn man den Impfstoff schon an Menschen testen tut. Allerdings wird es noch 2 - 3 Jahre dauern, bis nach der Studie (falls sie erfolgreich ist) der Impfstoff frei erhält sein wird. So wurden bereits Sicherheit und Wirksamkeit des neuen Serums überprüft und auch soll kein größeres Risiko bei dem Impfstoff (mit anderen Impfstoffen vergleichbar) bestehen. Seit März werden nun in Mainz freiwillige Testteilnehmer gegen die Borreliose geimpft, um herauszufinden, wie Hoch z. B. die Dosierung des Impfstoffes gegen Borreliose sein soll. Auch wird geprüft, wie lange der Schutz gegen die Borrelien anhält und wie stark das Immunsystem gegen das Serum Antikörper bildet. Scheinbar braucht man für diese Studie keine Probanden suchen, denn es gäbe genügen freiwillige Teilnehmer für die Studie. Im Herbst werden neue Studienteilnehmer gesucht, weil dort ein neuer Abschnitt der Studie beginnt. Und für die Teilnehmer soll es auch den Vorteil haben, das Sie vermutlich jahrelang gegen die gefährliche Krankheit Borreliose geschützt sind, wenn alles nach Plan läuft. Und nach dem Studienleiter zufolge ist ein Impfstoff gegen die Borreliose dringend notwendig, denn es sollen sich in den letzten Jahren immer mehr Menschen eine Infektion zugezogen haben. Auch sagt der Arzt, die heutige Borreliose sei als Chamäleon vergleichbar mit der Syphilis. Kommentar: Es ist sicherlich zu begrüßen, wenn ein sicherer Impfstoff gegen die Borreliose auf den Markt kommt. Für mich stellt sich allerdings die Frage, ob sich auch jeder impfen lassen kann? Was ist mit den Menschen, wo der Erreger schon im Körper schlummert, die Person aber nichts von seiner möglichen Krankheit weiß? Müsste es nicht gleichzeitig sichere Diagnosetests geben, um keine Borreliose unabsichtlich zu wecken? Aber warten wir mal ab, bis der Impfstoff auf den Markt kommt. Zu wünschen wäre es ja, weil dann die Pharmahersteller vermutlich nicht nur auf die Gefahren der FSME hinwiesen, sondern deutlicher auch bei der Borreliose. Somit gäbe es die Chance, das wir sicherlich erfahren würden, das die Borreliose doch keine so seltene und harmlose Krankheit ist, wie manche uns weiß machen möchten. Und das wird auch höchste Zeit, denn es gibt bestimmt genug Patienten, die unter der Borreliose leiden, ohne dass diese Krankheit auch erkannt wurde. Quelle: http://www.mainzer-rhein-zeitung.de

Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10

Rechts und Links des Weges können Zecken mit Borreliose Erreger infiziert sein

Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü