Die unerkannte Krankheit von Zecken - Borreliose

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Borreliose News 2011 - Seite 5

26.05.11
Kann das Marshall Protocol bei der Borreliose helfen?

Mich erreicht vor Kurzem ein E-Mail von einem netten Besucher meiner Webseite. Er machte mich auf eine Therapie aufmerksam, die ich zwar schon oft gehört habe, aber irgendwie nicht weiterverfolgt hatte. Dabei scheint diese Therapie hochinteressant zu sein, denn eine Ärztin aus Berlin hat das Marshall Protocol (offiziell nicht anerkannte Behandlungsmethode) bei Ihrer eigenen Borreliose angewandt und ist jetzt wieder leistungsfähig. Dabei geht das Marshall Protocol davon aus, das bei vielen chronischen Krankheiten wie z. B. Rheuma, Depressionen, Allergien, manche Krebsarten, Sklerodermie, Chronisches-Müdigkeits-Syndrom, Morbus Parkinson Alzheimer und auch die Borreliose, alle dieselben Ursachen haben können. Die Ursache soll durch persistierte intrazellulär zellwandlose Bakterien erzeugt werden, die zu Störungen beim Immunsystem führen können. Die Bakterien bilden Eiweißstoffe, die deren Funktion des Vitamin D Rezeptors blockieren können. Dadurch besteht die Möglichkeit, das die Bakterien durch die eingeschränkte Abwehr sich ausbreiten und zur Dauerinfektion im Körper verbleiben können. Aber die Theorie geht noch weiter, denn wenn jetzt das Vitamin D blockiert wird und der Körper trotzdem durch das Sonnenlicht oder in der Nahrung Vitamin D zuführt, kann sich das Vitamin gegen den eigenen Körper richten und entzündliche Reaktionen hervorrufen. So würden nach Marshall Theorie die üblichen Therapien z. B. Antibiotika zwar die Erreger dezimieren und bei Vitamin D (Mangel) durch Medikamente erhöhen, aber die eigentliche Ursache wird meist damit nicht behoben. Denn der Vitamin D Mangel entstand meist durch die Blockierung und ist die Folge einer Krankheit, nicht die Ursache. Das Marshall Protocol schlägt nun vor, dass man Sonnenlicht meiden sollte und auch keine Nahrung aufnehmen sollte, wo viel Vitamin D drinnen ist. Als weiterer Schritt braucht es ein Medikament mit dem Wirkstoff Olmesartan, das auch zur Blutdrucksenkung genutzt wird, um die Blockierung des Vitamin D Rezeptors aufzuheben. Um dem Immunsystem dabei zu unterstützen, mit den Bakterien fertig zu werden, braucht es auch hier ein Antibiotika als Begleitungstherapie. Um die Therapie durchzuführen, braucht es einen erfahrenen Arzt, weil die Therapie so effektiv sein soll, dass mit starken Jarisch Herxheimer Reaktionen zu rechnen ist. Auch kann diese Therapie bis zu mehreren Jahren gehen, um wesentlich Besserungen zu erreichen. Doch wenn man damit auch von den Ursachen vieler Krankheiten geheilt werde kann, könnte sich das vielleicht wirklich lohnen. Quelle: http://www.elke-unmuessig.de  (PDF-Datei)  


02.06.11
Wenn die Kindergarten-Waldwoche zum Zecken-Albtraum wird

Als Borreliose Betroffener war ich sicherlich nicht begeistert, dass mein Sohn im Kindergarten zu der Waldwoche vorgeschlagen wurde. Doch kann ich einem Kind die Freude am Wald verwehren, nur weil ich selber an der Borreliose erkrankt bin? Sicherlich nicht, deshalb stimmte ich trotz ungutes Gefühl auch zu. Doch ohne Vorbereitungen ging es nun doch nicht. Ich brauchte ein Zeckenmittel, das die Zecken sicher abwehren konnte. Im Internet fand ich den Testbericht von Stiftung Warentest, der von 20 Zeckenmitteln nur 2 als besonders wirksam einstufte. Eins davon kaufte ich und jeden Tag der Waldwoche sprühte ich das Kind mit dem Mittel ein. Die ersten 3 Tage hat das Mittel wunderbar geholfen und ich war auch richtig froh. Auch duschen wir das Kind, um mögliche Zecken gleich entfernen zu können. Danach suchte ich meinen Sohn noch mal ab, ob auch wirklich keine Zecken auf dem Körper vorhanden waren. Doch am Donnerstag sollte alles anders werden. Zwar duschen wir das Kind wieder und suchten es auch ab, aber wir fanden keine Zecke. Allerdings 3 Stunden später sah ich per Zufall am Ohr von meinem Sohn einen schwarzen Fleck. Selbst mit der Lupe war ich mir nicht sicher, ob das eine Zecke ist. Also nahm ich die Pinzette und entfernte den schwarzen Punkt und legte es auf eine weißes Blatt Papier. Nach langem Anschauen sah ich dann unter der Lupe die Füße und den Saugrüssel einer Larve (Zeckenbaby). Daraufhin habe ich mein Kind noch mal komplett auf Zecken untersucht und fand ich am Arm auch einen schwarzen Punkt, der sich auch als Zecke herausstellte. Also obwohl vor 3 Stunden komplett den Körper untersuchte und abgeduschte hatte, befanden sich 3 Stunden später 2 Larven, die alle beide zugestochen hatten. Damit ich auch weiß, ob die Zecken-Jünglinge auch Borrelien infiziert sind, habe ich schnell aus dem Internet bei www.zeckenlabor.de den Anforderungsschein des Zeckenschnelltests ausgedruckt und die 2 Zecken mit einem Tesafilm auf den Schein aufgeklebt. Da ich mir nicht sicher war, ob man jede Zecke einzeln untersuchen muss, rufte ich beim Zeckenlabor an. Die teilten mir mit, dass wenn die Zecken von einer Person stammten, reicht eine gemeinsame Untersuchung, was natürlich preiswerter ist. Allerdings sollte ich das auf dem Anforderungsschein vermerken. Am Samstag schickte ich die Zecken per Einschreiben ans Labor und am Sonntag bekam mein Sohn hohes Fieber. Sind das jetzt schon die ersten Anzeichen einer Borreliose? Am Dienstag kam der erlösende Anruf von dem Labor, das keine Borrelien nachweisbar waren. Trotzdem waren die paar Tage Ungewissheit äußert unangenehm.   


09.06.11
Was sollte man bei der chronischen Borreliose beachten?

Um neue Informationen über die Borreliose zu bekommen, stöbere ich gerne mal im Internet. Auf einer Seite fand ich ein Bericht von einer Heilpraktikerin und Apothekerin über die chronische Borreliose. Auch diese Frau geht davon aus, dass man erst einmal eine Antibiotika Therapie versucht, um die Borreliose zu eliminieren. Danach sind auch alternative Therapien zum Aufbau des Immunsystems möglich. Wichtig so der Bericht, dass man sich bei einer aktiven chronischen Borreliose nicht gegen FSME impfen lassen sollte, da es möglich sein kann, das sich dadurch der Krankheitsverfall verschlechtert. Sie schlägt vor, lieber auf Reisen zu Risikogebieten oder auf Naturaktivitäten zu verzichten, die eine FSME-Impfung erforderlich machen würde. Auch wird von der Heilpraktikerin abgeraten, aufgrund von einem Zeckenbiss gegen Tetanus impfen zu lassen. Laut ihrer Erkenntnis werden Tetanus Bakterien nicht von Zecken übertragen, dafür den möglichen Borrelien eine gute Möglichkeit geschaffen, dass durch die Impfung die Immunabwehr geschwächt wird, was zur Chronifizierung der Borreliose beitragen kann. Trotzdem soll es immer wieder vorkommen, das verschiedene Ärzte bei einem Zeckenstich eine Tetanusimpfung verabreichen. Wurde die Antibiotika Therapie gegen die Borreliose beendet, kann man als Alternativtherapie eine Entgiftungskur anschließen. Um die Zellen wieder mit Sauerstoff zu versorgen, gibt sie als Tipp, 6 x täglich einen Monat lang Sulfur D6 (Tablette) einzunehmen. Für die verbesserte Ausscheidung soll man laut dem Bericht für mehrere Monaten Reneel NT, Hepeel N und Lymphomyosot N täglich 3 x 2 Tabletten einnehmen. Dazu viel Wasser trinken, damit die Ausscheidung geregelt bleibt. Um die Beschwerden in den Griff zu bekommen, kann Ihrer Meinung nach u. a. mit Schüsslersalzen geholfen werden, wobei das Sprichwort gelten soll, das eine chronische Krankheit homöopathisch gesehen nur über akut zu heilen ist. Das verlangt aber von dem Patienten eine Menge Geduld. Hier ein paar Vorschläge mit Schüsslersalze von der Heilpraktikerin: Bei Erschöpfung, Depressionen oder Schlaflosigkeit kann Kalium phos. D12 helfen. Bei Kopfschmerzen oder rheumatischen Entzündungen soll Ferrum phos. D12 oft helfen können. Bei Migräne oder Krämpfe kann Magnes. phos. D12 helfen und bei psoriatische Hauterscheinungen oder rheumatischen Gelenkschmerzen eventuell Kalium sulf. D12. Wer an rheumatischen Schwellungen, Hautausschlägen oder Ödeme leidet, kann es alternativ eventuell mit Natrium sulf. D6 probieren. Also die erste Anlaufstelle bei einer Borreliose ist der Arzt und zum Immunsystemaufbau eventuell später ein Heilpraktiker. Quelle: http://www.hpamann.de

16.06.11
Ist eine Liquorpunktion bei der chronischen Borreliose überhaupt sinnvoll?
Viele Betroffene der Borreliose haben Angst, wenn der Klinikarzt entscheidet, dass eine Liquorpunktion ansteht, um die Borreliose zu bestimmen. Doch ist so eine Untersuchung überhaupt notwenig? Der Borreliose Spezialist aus den USA Joseph Burrascano kann eine Liquorpunktion zur Routineuntersuchung nicht empfehlen, da eine Borreliose-Infektion durch einen negativen Befund nicht ausschließbar ist. Selbst bei einer Lyme-Meningitis soll die Trefferquote nur bei ca. 13 % liegen. Wenn der Arzt statt der Punktion bei die Krankheit Borreliose ein Münze werfen würde, hätte der Patient immerhin eine Chance auf 50 % auf ein richtiges Ergebnis. Eigentlich ein Skandal! Quelle: http://borreliose.me Aber vielleicht irrt sich auch der Spezialist, so dass ich mal bei der Borreliose Spezialistin Dr. Petra Hopf Seidel schaue, was die Ärztin für Erkenntnis über die Liquorpunktion hat. Sie schreibt in Ihrem Buch "Krank durch Zeckenstich" auf der Seite 188, das nur rund ein Viertel der Befunde richtig sind, wenn es sich um eine entzündliche chronische Neuroborreliose handelt. Also auch hier hätte der Patient bei einer Münze die besseren Chancen auf eine richtige Diagnose. Wenn man jetzt noch bedenkt, welche möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch eine Liquorpunktion wie z. B. Verletzung kleiner Blutgefäße, Kopfschmerzen, Erbrechen, Rückenschmerzen, Übelkeit, Kreislaufstörungen, Tinnitus, Hirnhautblutungen, Entzündung der Rückenmarkshäute zeitweise auftreten können, ist mir dieses Diagnoseverfahren wirklich ein Rätsel. Zumal mir keiner Sagen kann, dass die Liquorpunktion ohne Risiko ist. In extrem seltenen Fällen kann es sogar zu z. B. anhaltenden Sehstörungen, Hörminderungen oder Störungen des Kreislaufs oder der Atmung auftreten. Quelle: http://www.neurologie-ffm.de Und das alles soll eventuell in Kauf genommen werden, wenn doch ein Münzwurf bei der chronischen Borreliose vielleicht genauere Ergebnisse bringen kann? Vielleicht ist es auch ein Test, um zu schauen, ob der Patient nicht simuliert und bei so einer Untersuchung doch lieber sich anders überlegt? Ober wissen es die Ärzte nicht besser und setzen die Patienten einem unnötigen Risiko aus? Sicherlich gibt es auch andere Meinungen, wie z B. die Deutsche Gesellschaft für Neurologie, die eine entzündliche Veränderung (Neuroborreliose) durch eine Liquorpunktion bei 80 - 90 % der Fälle nachweisbar sieht. Quelle: Http://borreliose-ulm.homepage.t-online.de Komisch ist nur, dass das Robert-Koch-Institut schon 2007 darauf hingewiesen haben soll, das der Nachweis im Nervenwasser nur bei ca. 5 Prozent der Borreliose-Betroffenen auch wirklich angezeigt wird. Quelle: http://www.bfbd.de

23.06.11
Gibt es überhaupt eine chronische Borreliose?
Ich war zwar nicht in Wiesbaden dabei, als der Rheumatologe und Facharzt für innere Medizin Peter Herzer auf dem Kongress der Deutschen Internisten eine kühne Behauptung aufgestellt haben soll, doch seine Aussagen sollen über die Borreliose unglaublich sein. So soll er behaupten haben, dass es keine chronische Borreliose nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand gibt. Außerdem soll in den Vorträgen mitunter herausgekommen sein, dass eine Borreliose nicht leicht zu diagnostizieren ist, aber umso leichter zu behandeln sei. Viele Betroffene würden froh sein, wenn Sie die Diagnose Borreliose erhalten, damit Ihre Beschwerden endlich einen Namen bekommen. Dabei sollen viele angeblichen Borreliose Patienten doch nur an psychosomatischen Symptomen leiden. Ganz übel finde ich die Aussage, dass doch jeder Arzt selber entscheiden soll, ob sein Praxisbudget ausreichend ist, um bei einem Borreliose Verdacht schon Antibiotika zu verschreiben. Quelle: http://www.echo-online.de Werden da nicht noch mehr die Ärzte bei der Krankheit Borreliose verunsichert? Sind diese Behauptungen über die Borreliose, die dem Wiesbadener Kongress gefallen sein sollen, überhaupt richtig? Ich vermute mal, dass mancher Arzt nicht den "Robert-Koch-Institut Ratgeber für Ärzte" (http://www.rki.de) gelesen haben, wo es im Stadium 3 sehr wohl von einer chronischen Neuroborreliose und der Spätmanifestationen von der Lyme Arthritis und Acrodermatitis (Hauterkrankung) gesprochen wird. Selbst auf der Homepage der Bundesregierung (www.bundesregierung.de) schreibt der Patientenbeauftragte, dass die Krankheit oft chronisch verlaufen kann. Allerdings sieht er eine gezielte Fachausbildung der Ärzte für diese Krankheit erforderlich, was ich angesichts mancher Aussagen von Mediziner auch für dringend erforderlich halte. Auch interessant sind die Aussagen von der Deutschen Borreliose Gesellschaft e. V. (http://www.borreliose-gesellschaft.de), wo der Wissen-schaftler und Entdecker der Borrelien Dr. Dr. h. c. mult. Willy Burgdorfer seit 2007 Ehrenmitglied ist. Demnach gibt es sehr wohl eine chronische Borreliose, die übrigens alles andere als leicht zu behandeln ist. Man fragt schon, warum ein Arzt einfach behaupten kann, dass es keine chronische Borreliose gibt, wenn doch viele andere eine chronische Borreliose als bewiesen sehen. Warum ist die Borreliose als Berufskrankheit 3102 BKV, SGB § 9, Abs. 1 bei den Forst- und Landwirten anerkannt, wenn sie doch so leicht zu behandeln ist und es eine chronische Borreliose gar nicht geben soll?

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Im dichten Gestrüpp kann die Gefahr einer Borreliose durch Zeckenstiche erhöht sein
 
 
 
 
 

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