Borreliose News 2013 - Seite 6 - Die unerkannte Krankheit von Zecken - Borreliose

Borreliose 24
Mehr Hilfe durch Informationen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Borreliose News 2013 - Seite 6

18.07.13
Was ich von den Ärzten schon alles zu hören bekommen habe

Auf der damaligen Suche nach der wahren Ursache meines Leidens, traf ich viele Ärzte und musste mir so einiges anhören. Ein Orthopäde nannte mich mal ein medizinisches Wunder, weil er sich nicht erklären konnte, woher meine Beschwerden stammen. Im Krankenhaus musste ich mir von einem Stationsarzt anhören, das er das normalerweise nicht sagt, aber in meinem Fall wäre die Diagnose total sonnenklar, dass ich ein psychisches Leiden hätte. Ein Chiropraktiker, bei dem ich wegen meiner Halswirbelbeschwerden war, sagte mir, dass ich aufpassen sollte, damit mein Leiden sich nicht noch zur Epilepsie weiterentwickelt. Das war natürlich besonders hilfreich, denn wie man aufpasst, damit keine Epilepsie bei mir ausbricht, hatte er mir nicht verraten. Ein anderer Orthopäde hatte mir nach der Untersuchung geraten, doch mal 14 Tage aktiv zu entspannen. Auf die Frage, wie er das meinte, antwortete er, dass ich doch mal eine Radtour machen sollte. Wahrscheinlich hatte er überhört, dass ich damals wegen dem Schwindel noch nicht einmal geradeaus laufen konnte, geschweige denn auf einem Fahrrad zu fahren. Als die Beschwerden immer stärker wurden, musste ich oftmals in die Notaufnahme, wo man genervt mir sagte, dass er als Arzt nicht wüsste, warum ich denn immer in die Notaufnahme komme, ich hätte wirklich keine ernste Krankheit. Ich könnte noch so oft kommen, wie ich will, er würde mich auf gar keinen Fall im Krankenhaus als Notfall aufnehmen. Mein Hausarzt hatte einige Zeit später mir indirekt gedroht, dass wenn ich mich nicht in eine psychologische Behandlung begebe, er Probleme bei meiner Krankenkasse sieht. Die Kasse würde sonst überhaupt keine Behandlung mehr bezahlen. Daraufhin war ich bei einer Psychologin in Behandlung, wobei die vermutlich heute noch rätselt, warum ich bei ihr war, denn Sie konnte keine psychische Störungen finden, die solche Beschwerden bei mir auslösen. Einige Zeit später ging ich zu einem Akupunkteur. Dieser Arzt wollte mir weiß machen, dass ich vermutlich in 15 Jahren an Krebs leiden werde, die Ärzte jetzt noch nichts erkennen würden, aber er durch die Akupunktur es verhindern kann. Dass ich an einer Borreliose leide, ist meinen Ärzten scheinbar entgangen. Während ihre Praxen weiterhin gut gefüllt sind, kann ich jetzt aufgrund von falscher Behandlung das Disaster meiner chronischen Borreliose ausbaden. Jetzt interessiert es keinen mehr, was damals schief gelaufen ist. Der Dumme ist in diesem Fall der Patient. Und hätte ich nicht selber geforscht, warum ich eigentlich so schwer krank bin, dann wüsste ich vermutlich heute noch nicht, dass ich an einer Borreliose leide. Es wird höchste Zeit, das Borreliose Patienten die optimale Versorgung bekommen und nicht als Hypochonder oder Simulanten in die psychische Ecke gestellt werden.  


25.07.13
Ist Bentonit ein gutes Mittel zum Entgiften?

Wer an einer Borreliose leidet, wird vermutlich reichlich Neurotoxine im Körper haben. Doch wie bekommt man diese wieder aus dem Körper heraus? Auf der Suche nach einem geeigneten Mittel bin ich auf Bentonit gestoßen. Im Internet berichten einige Leidensgenossen verschiedener Krankheiten über die positive Wirkung von Bentonit. Doch was ist Bentonit überhaupt? Dabei handelt es sich um ein pulverförmiges Tonmineral, das aus der Vulkanasche durch Verwitterung entsteht. Es soll sich hervorragend zum Entgiften des Körpers eignen und scheinbar werden Rückstände von Bakterien, Pilze, Viren, Arzneimittel oder Gärungs- oder Fäulnisgifte gebunden, die dann besser aus dem Körper ausgeschieden werden können. Gleichzeitig soll es dem Körper helfen, sich zu entsäuern. Viele Betroffene der chronischen Borreliose haben mit dauerhaft vermehrten Neurotoxine zu kämpfen. Im Prinzip wollen die Borrelien damit erreichen, dass unser Körper dem saueren optimalen Lebensbedingungen der Borrelien angepasst werden. Wie wir uns dabei fühlen, ist den Borrelien egal. Wenn wir jetzt das Milieu ändern, kann es für die Borrelien so ungemütlich werden, dass sie hoffentlich das Weite suchen. Selbst Paracelsus wusste schon damals, als er sagte: "Das Bakterium ist nichts, das Milieu ist alles". Inwieweit das Pulver auch bei meiner Borreliose helfen kann, weiß ich zwar noch nicht, aber ich werde es wohl bestellen (400 g soll ca. 18 Euro kosten) und dann mal ausprobieren. Ob es mir hilft, werden wir dann erfahren. Das Problem ist, das bis heute die Borreliose nur sehr dürftig erforscht ist und somit weiß man recht wenig, inwieweit manche Umstände dafür verantwortlich sind, damit eine Borreliose entweder ausbricht oder nicht, sowie eine bestehende Borreliose nicht geheilt werden kann. In der Schulmedizin beschränkt man sich meist auf das Abtöten des Erregers, wobei es keinen Test gibt, der eine Heilung bestätigen kann. Manche Forscher vermuten, dass eine Vorbelastung (z. B. Umweltgifte) bestehen muss, damit eine Borreliose ausbricht, andere sehen die Gene als möglicher Grund. Solange es für mich keine bezahlbare Therapieform gibt, die eine Heilung garantieren kann, solange werde ich wohl alternative Mittel ausprobieren müssen. Auf jeden Fall konnte ich in den meisten Berichten lesen, dass es den Kranken nach der Einnahme von Bentonit scheinbar deutlich besser ging. Man muss die Sache auch mal so sehen, das der Körper vermutlich bestimmt dankbar ist, wenn man ihn von Schadstoffen befreit. Vielleicht ist er so in der Lage, manche Eindringlinge (Borrelien?) besser zu bekämpfen, wenn Schadstoffe ihn nicht mehr so arg einschränken.


02.08.13
Neue Viren bei Zecken gefunden

Dass zum Beispiel mit der Borreliose von Zecken nicht zu spaßen ist, wissen die meisten Betroffenen schon lange. Nun sollen neue Erreger durch einen Zeckenbiss verbreitet werden können. Allerdings wurde der (HRTV) Heartland-Vius erst in den USA entdeckt, als wegen Durchfall, Fieber, mangelnden Blutplättchen (weiß) und Müdigkeit die 2 Männern ins Krankenhaus eingeliefert worden sind. Interessant dabei ist, dass die Männer 100 km voneinander entfernt wohnten. Das heißt, der Virus breitet sich scheinbar in den USA weiter aus. Der Fall hat sich 2009 ereignet. Auch eine Studie mit über 50.000 Zecken brachte Licht ins Dunkle. Denn das Virus war in über 2.000 Zecken enthalten. Scheinbar eignen sich die Zecken gut für vielerlei Erreger als Überträger. So wurde in China in Zecken ein neues gefährliches Virus (SFTSV) entdeckt, das übrigens mit dem USA-Erreger verwandt sein soll. Man schätzt, dass bislang die Zecken weltweit bis zu ca. 50 weitere Krankheitserreger übertragen können. Doch häufig werden die Erreger gar nicht genannt, sondern nur von der FSME oder Borreliose berichtet. Welcher Erreger die Zecke bei einem Zeckenbiss überträgt, ist oftmals gar nicht bekannt. Meistens spricht man in diesem Zusammenhang von Co. Infektionen. Doch welcher Arzt überprüft nach einem Zeckenstich alle Co.-Infektionen auf eine mögliche Ansteckung? Ist der Borreliose Test (trotz ungenauen nicht standardisierten Tests) negativ, dann ist der Fall für viele Ärzte erledigt. Jetzt ist der Weg meistens frei, um nach psychischen Ursachen zu suchen. Nur Viren und Bakterien lassen sich in der Regel nicht einfach mit Worten therapieren. Und das die Borreliose neurologische Beschwerden verursachen können, ist eigentlich auch den meisten Ärzten bekannt. Um erst gar nicht mit Zecken in Kontakt zu kommen, sollte man möglichst Biotope meiden, in denen Zecken vorkommen können. Doch als ich ein Konzert meines Sohnes auf der Seebühne verfolgte, setzten sich viele Zuschauer einfach ins Gras. Hinter der Seebühne ist ein großer Teich mit viel Wald, Büschen und Sträuchern. Also ein idealer Platz für Zecken. Ich glaube, ich war der Einzige, der einen Stuhl dabei hatte und sich auf den grasfreien Weg setzte. Wenn die Menschen wüssten, welche Gefahren da wirklich drohen, dann würden sie wohl nicht so unbekümmert sein. Dabei war ich ja auch in der Natur, nur eben viel vorsichtiger. Und es werden immer mehr Erreger in Zecken gefunden, die üble Krankheiten verursachen können. Es muss nicht der erste Zeckenstich (weil nicht jede Zecke infiziert ist) zur sofortigen Krankheit führen. Doch irgendwann kann jeder einen Volltreffer landen, dann ist es aber eventuell zu spät. Quelle: http://www.ajtmh.org  

10.08.13
Ist man nach einer Antibiotika Behandlung von der Borreliose geheilt?

Um es klar zu sagen, man weiß es nicht. Denn es gibt keinen Test, der nach einer Behandlung der Borreliose eindeutig anzeigen kann, ob noch aktive Borrelien im Körper sind oder nicht. Ein gewöhnlicher Borreliose-Test (ELISA) misst die Zahl der Antikörper im Blut, was soviel aussagt, das sich der Körper gegen die Bakterien gewehrt hat. Daraus lässt sich nicht schließen, dass bei mehr oder weniger Antikörper der Zustand sich gebessert hat oder nicht. Ganz fatal ist es bei der Borreliose-Lumbalpunktion. Zwar gilt die Krankheit als gesichert, wenn der Test positiv ist, aber wenn er negativ ist, heißt das nicht, das man keine Borreliose hat. Aber bei vielen Ärzten wird ein negatives Ergebnis als eindeutiger Beweis gewertet. Und das, obwohl selbst das Robert Koch Institut im Jahre 2007 nur eine Wahrscheinlichkeit von ca. 5 Prozent vermutet, das eine Borreliose auch im Nervenwasser richtig angezeigt wird. Andererseits was ist denn, wenn nach einem positiven Test eine Antibiotika Behandlung erfolgt, ist man danach dann geheilt? Oder macht man dann wieder eine Lumbalpunktion, weil nach der 5%-Theorie der Test irgendwann bestimmt negativ werden muss. Das Einzige was man weiß ist, dass eine Antibiotika Behandlung gewisse Borrelien abtöten kann. Wie viele Borrelien abgetötet werden, weiß eigentlich keiner. In der Regel wird eine Behandlung mit Antibiotika für 3 - 4 Wochen durchgeführt. Doch warum behandelt man die Borreliose genau für 3 - 4 Wochen? Das wurde in einer (für mich) dubiosen Studie mit wenigen Probanden in den USA festgestellt, weil man hinterher vermutete, dass eine längere Behandlung nichts hilft. Eine große seriöse Studie gibt es darüber meines Wissens nicht. Dafür wurde ein neues Krankheitsstadium erfunden, das sich Post Lyme Syndrom nennt. Das Motto dieses Krankheitsstadium lautet ungefähr: Wenn Antibiotika nach 3 - 4 Wochen nicht helfen, dann ist das keine Borreliose mehr, sondern nur noch ein Post Lyme Syndrom. Also Symptome, die durch die Schäden der Borreliose entstanden sind. Ob da noch Borrelien am Werk sind, wurde scheinbar auch nicht überprüft. Für mich heißt das übersetzt: Es wird im Dunkeln gestochert und der normale Patient, der an die medizinische optimale Versorgung glaubt, bekommt von diesem Umstand normalerweise nichts mit. Doch das löst das Problem nicht, als wenn man so tut, als wäre alles in bester Ordnung und eine Antibiotika Behandlung hilft in den meisten Fällen. Welche Beweise gibt es dazu? Eigentlich ist es doch unglaublich, wie viele Baustellen es bei der Krankheit Borreliose gibt, aber viele tun so, als wäre alles in bester Ordnung. Im Prinzip wäre es so, als würde man einem Krebspatienten nach einer Chemo-Behandlung sagen, wenn er jetzt noch Krebs hat, dann ist das kein Krebs mehr, sondern ein Post-Krebs-Syndrom.    

21.08.13
Wenn der Waldspaziergang zum gefährlichen Abenteuer wird

Auch als borreliosekranker Mensch gehe ich gerne im Wald spazieren. Allerdings passe ich sehr genau auf, dass ich nicht in Kontakt mit herausstehenden Sträuchern und Gräser komme, da die Zeckengefahr sonst für mich zu hoch ist. Als ich vor Kurzem mit meinem Sohn den Räuber Hotzenplotz Pfad laufen wollte, stellten sich fast unüberwindbare Hindernisse in den Weg. Zwar war der meiste Weg gut begehbar, so dass ich keine Angst vor Zeckenkontakt haben musste. Aber ein Waldrandweg wurde durch das gewachsene Gras immer dichter. Umkehren wollte ich nun auch nicht, doch der Weg gestaltete sich langsam zum Hürdenlauf, um noch grasfreie Stellen zu finden. Im Wald selber kam ich an einer Stelle, wo es unmöglich war, ohne Berührung von Sträuchern oder Gräsern den Pfad zu durchlaufen. Mithilfe eines Stockes und anderen Tricks schaffte ich es trotzdem. Was mich aber dabei stört, dass man scheinbar so unbekümmert ist, eine Attraktion wie zum Beispiel der Räuber Hotzenplotz Pfad für die Besucher so Zecken unsicher zu gestalten. Ist es denn zu viel Aufwand, ein bisschen Kies auf den Weg zu kippen und die Engstellen im Wald mit einer Heckenschere freizuschneiden? Oder sehen die Verantwortlichen des Pfads keinerlei Gefahr durch Zecken? Es muss doch wohl möglich sein, das ich einen extra ausgewiesenen Pfad auch ohne Gefahr belaufen kann. Ich glaube, dass sich das Krankheitsrisiko durch Zecken immer noch nicht wirklich herumgesprochen hat. Ist für mich auch fast kein Wunder, wenn immer wieder zu lesen ist, dass eine Borreliose meist gut zu behandeln ist und eine Zeckenimpfung sicher schützen soll. Wer kommt da schon auf die Idee, dass vielleicht ein kleiner Stich einer Zecke trotzdem böse Folgen haben kann und das womöglich mit einer lebenslangen Krankheit mit schrecklichen Symptomen? Und wie soll ich meinem Sohn begreiflich machen, dass hier eine Gefahr lauern kann, wenn vor uns eine Familie unbedarft durch den Pfad trampelt und fast keine gefährlichen Stellen abseits des Weges im Wald auslässt? Wenn aber ein fast harmloser Virus wie die Schweinegrippe in Deutschland ist, dann sind sich die meisten Medien nicht zu schade, mit großen Buchstaben vor dieser tödlichen Gefahr zu warnen. Zwar wird bei der Borreliose auch gewarnt, aber meistens mit dem Zusatz, dass sich die Krankheit meist gut behandeln lässt. Dazu müssten aber die meisten Ärzte die Borreliose erstmal rechtzeitig erkennen. Und wer nach einer Behandlung hinterher wirklich geheilt ist, weiß leider wegen mangelnder Diagnosemöglichkeiten auch eigentlich keiner. Aber es wird ja auch nur von einer guten Behandlung gesprochen, nicht von einer Heilung der Borreliose.

Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9

Schöne Blumen sollen nicht darüber wegtäuschen, das in der Natur gewisse Gefahren lauern

Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü