Franks Krankengeschichte über die Borreliose - Die unerkannte Krankheit von Zecken - Borreliose

Borreliose 24
Mehr Hilfe durch Informationen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Franks Krankengeschichte über die Borreliose

Franks Krankengeschichte

Noch gesund
Im Rollstuhl
Lähmungen

Noch Gesund

Im Rollstuhl

gelähmt

(Geschichte neu verfasst)

Der Tag, an dem sich alles änderte

Mein Mann Frank war ein sportlicher und kräftiger Mensch, der Lebensfreude und Vitalität ausstrahlte. Da zeigte sich auch bei seinen Hobbys. Dazu zählte Tischtennis, Schwimmen und Schach. Viel Vergnügen machte Ihm auch Wandern. Wir zogen durch Wiesen und Felder und unternahmen gemeinsam viele Waldspaziergänge. Der Tag, an dem sich alles ändern sollte, war nach einem abendlichen Spaziergang. Beim Duschen bemerkte Frank in der Leistengegend eine große Zecke. Die Zecke war mit einer Pinzette schnell entfernt, da es nicht die erste Zecke gewesen war.

Ein grausamer Leidensweg begann, von dem wir nicht im Entferntesten gedacht hätten, dass es so schlimm werden sollte. Etwa 3 Wochen nach der Zeckenentfernung, bekam Frank heftige Grippesymptome mit einer seltsamen Hautrötung. Das wird eine Allergie sein, dachten wir. Er bekam knapp 39 Grad Fieber und sein ganze Körper schmerzte. Da es Ihm immer schlechter ging, fuhren wir zum diensthabenden Arzt ins Klinikum. Der hielt diese Symptome für eine Art Sommergrippe. Auch die Hautausschläge können vorkommen, wenn Viren den Körper befallen und er sich damit auseinander setzen muss.  Er schrieb Frank ein paar fiebersenkende Tabletten auf. Auch auf die Frage, ob das von einem Zeckenbiss kommen kann, sagte der Arzt, er sähe darin keinen Zusammenhang. Eine Zeckenerkrankung würde sich anderweitig darstellen und sowieso wäre das ganze in ein paar Tagen überstanden. Die Temperatur ging am nächsten Tag zurück, so dass mein Mann demnächst die Arbeit wieder aufnehmen konnte. Nur das Wohlbefinden litt immer mehr und auch war Ihm immer öfters komisch zumute. Doch die Beschwerden wurden in den weiteren Wochen immer schlimmer, so dass Frank nicht mehr arbeiten gehen konnte.

Folgende Beschwerden hatte Frank :

Abgeschlagenheit mit permanenten Müdigkeit, Kopfschmerzen, Herzprobleme, Übelkeit, Probleme mit Ohren und Augen, Gelenkbeschwerden, Kurzatmigkeit, Halsbeschwerden u.s.w.
Außerdem kamen vereinzelt Schweißausbrüche und unerklärliche Angstzustände hinzu. Oftmals hatte er Drehschwindel und Realitätsverlust bei auftretenden Anfällen. Dabei war Ihm oft zitterig zumute, dass beim Liegen besser wurde. Alles war in der Tat sehr merkwürdig. Etwa 3 Monate nach dem Zeckenbiss fiel er an einer Bushaltestelle um und kollabierte  dabei. Der Krankenwagen brachte Ihn dann in das nächste Krankenhaus. Diagnose : nur leichte Herzrhythmusstörungen. Auch stellten die Ärzte fest, dass ein C - reaktives Protein zu hoch gewesen ist. Das Protein reagiert bei Entzündungen. Ein Test auf Zeckenkrankheiten wurde nicht vorgenommen. Da man sonst nichts finden konnte, schicken die Ärzte meinen Mann wieder nach Hause.

Es kamen danach aber noch mehrere Zusammenbrüche meines Mannes vor. Wir gingen von Arzt zu Arzt und keiner konnte was Ernsthaftes finden. Um so mehr fragte sich mein Mann, was nur mit Ihm los sei. Auch ich hatte große Angst um Ihn, versuchte aber Ihn zu beruhigen. Mehrere Klinikaufenthalte brachte nur diffuse Diagnosen -

Verdacht auf :
Multiple Sklerose, chronische Hirnhautentzündung, verschleppte Influenza, Herzentzündung, Lungenentzündung, chronisches Müdigkeitssyndrom, schwere seelische Erschöpfung, Schilddrüsenerkrankung und etc.
Für alles bekam er Medikamente und hatte auch deren teilweise schlimme Nebenwirkungen noch. Die Ärzte vermuteten, dass die Krankheit durch seelische Komponenten ausgelöst worden ist. Da wurde von zu viel Stress geredet, dass mein Mann vor der Krankheit gar nicht hatte.  Erhebliche Blutdruckschwankungen kamen jetzt noch dazu. Werte zwischen 90/60 und 220/130 mmHg waren keine Seltenheit. Normalerweise geht man von ca. 130/80 als Normalwert aus. Auch das EKG zeichnete seltsame Werte auf. u.a. Herzblöcke, unspezifisches T, Durchblutungsdefizite, und v.m. Die Ärzte gingen davon aus, dass mein Mann wohl zu viel Sport getrieben hatte !?. Ein angefertigtes CT blieb unauffällig. Frank ging es aber immer schlechter, so das mehrmals die Notärzte Ihn behandeln mussten. Und das bis zu 3 mal täglich! Er bekam jedes Mal Beruhigungsmittel oder Blutdrucksenkende Arzneimittel verabreicht. Dies konnte aber die Ursache nicht beseitigen.  

Dutzende Befunde, Hypochondrie und 80 % behindert

Da jetzt auch noch neuropsychiatrische Beschwerden auftraten, kam mein Mann sogar in die Psychiatrie. Dort wurde er mit Psychopharmaka und anderem Zeugs vollgepumpt, zum Zweck des Ruhigstellens. Dies überlebte mein Mann beinahe nicht. Die Chemiebomben verkrafteten die Leber und Nieren nicht. Durch die lebensbedrohende Gefahr wurde er in die Intensivstation verlegt um Ihn zu entgiften. Die Ärzte sagten lapidar: Das kann schon vereinzelt vorkommen durch schwere Unverträglichkeitsreaktionen. Mehrere Wochen später war mein Mann Frank zuhause, wobei es Ihm immer noch elend war. Es kamen Denk- und Sehstörungen hinzu, konnte nur noch beschwert Schlucken und musste sich immer wieder hinlegen. Mein Mann beklagte sich permanent über die Situation und bekam zur Antwort den klassischen Stempel eines psychisch Kranken, Diagnose : hochgradige seelische Erschöpfung, schwere Dystonie bis zur Hypochondrie.

Irgendwie scheint alles nicht zusammen zu passen. Bei jeder Anstrengung war er Schweiß gebadet, alles fühlte sich irgendwie fremd und taub an, als würde der Körper nicht mehr Ihm gehören. Keine übliche Krankheit machte solche Symptome.

Das alles kannte ich früher von Ihm überhaupt nicht. Mittlerweile hatte er ein Dutzend Befunde und so musste man Ihm ein
Behinderungsgrad von 80% erteilen und war somit Berufsunfähig. Mein Mann Frank konnte auch nicht mehr arbeiten. Manche Ärzte wollten das Jammern auch gar nicht mehr hören und jeder hatte auch einen eigenen Verdacht geäußert.

Auch kamen so Worte wie eine völlig zerrüttete Psyche, aber war es das wirklich? Kannte wirklich ein Arzt die wahren Hindergründe oder waren das alles schnell gestellte Diagnosen? Das mein Mann schwer krank war, war jedem klar. Eins war sicher, eine richtige Diagnose musste her.

Da Frank schon in mehreren psychiatrische Kliniken war, konnte es auch nur psychisch sein. Diagnose: schwere psychosomatische Störung mit Panikanfällen. So, da war er nun, der berühmte Stempel: Psychosomatisch.

Zwischenzeitlich ging es Frank etwas besser und so konnte er auch mal das Haus verlassen, aber nur mit Gehhilfen und das nicht lange. Unser Verdacht ging jetzt in Richtung Multipler Sklerose. Leider blieb das nicht so. Und schon wieder musste Frank ins Krankenhaus. Die Ärzte hielten aber unsere Vermutung, dass es Multipler Sklerose sein kann, für unwahrscheinlich. Aber was steckt dahinter, war immer wieder die Frage? Nach einem seltsamen Anfall von Frank, in dem er nach Luft schnappte, landete er wieder in der Notaufnahme. Diesmal zeichneten Sie ein EKG auf und konnten das Herz als Ursache ausschließen. Er bekam wieder ein starkes Beruhigungsmittel und wurde auch darauf ruhiger und konnte auch wieder gleichmäßig atmen.

Wir stellten uns am nächsten Morgen einem ambulanten Psychiater vor. Das war der Vorschlag des diensthabenden Arztes in der Notaufnahme, den wir befolgten. Dieser Psychiater brauchte nicht lange zu überlegen, was die Ursache war, sondern übernahm die Diagnose: Schwere generalisierte Angststörung mit Panikattacken. Obwohl sich Frank immer weniger bewegen konnte, übersah er diese Anzeichen auf arrogante Weise. Die weiteren Termine war daraufhin nur noch fernmündlich.

Auch kam es jetzt zu Lähmungserscheinungen, aber auch das war dem Arzt kein Anzeichen für eine andere Krankheit. Fernmündlich bekam ich die Diagnose: muskuläre Verspannungen und auch Hysterie. Dieser Neurologe galt als besonderes fähig und so schluckte mein Mann Frank die verordneten Tabletten. Auch hatte er durch seine überzeugende Art keinen Widerspruch duldet. Vorschläge, dass es ja auch MS sein könnte, winkte er mit breitem Grinsen ab. Er glaubte an seine Diagnose so felsenfest, das er keine andere Krankheit für möglich hielt. Der Gedanke erschreckt mich heute umso mehr.

Die richtige Diagnose : Borreliose

Die Zeit verging, bis ich eine Frau kennen gelernt hatte, deren Mann die fast dieselben Symptome hatte. Da soll es einen Borreliose-Fachmann geben, der auch in Dresden praktiziert. Borreliose war bis dahin ein nicht gekanntes Wort. Aber das Zecken-Thema wurde wieder aktuell. Leider war dieser Arzt kein Kassenarzt und so mussten wir die Rechnungen selber begleichen. Es wurde eine große und genaue Laboruntersuchung veranlasst, in dem sämtliche Banden bestimmt wurden. Nach dem Labortest stand die Diagnose fest : Borreliose / Neuroborreliose und das schwer chronisch. Wir waren geschockt. Aber die Krankheit hatte jetzt einen Namen. Der Arzt erklärte uns alles in ausführlicher Weise und so passten die seltsamen Symptome auf einmal. Zur Sicherheit wurde noch eine Gegenprobe an das Labor in Köln geschickt, das auch bestätigt wurde. Für diese Ärzte gehört Frank zur einer der dramatischsten Opfern falscher Behandlung bei Zeckenerkrankung Borreliose und das Bundesweit. Und das über mehrere Jahre hinweg.

Leider sind
alle finanziellen Mittel aufgebraucht, um uns von diesem Arzt weiterbehandeln zu lassen. Ein sehr großer Aufwand wäre nötig und das im weit 5 stelligen Bereich. Auch sind die Heilungschancen sehr gering, doch könnte man die Lebensqualität wesentlich verbessern. Dies sind ganz speziellen US Arzneimittel, Ernährungsumstellung und ärztlicher Unterstützung. So könnte man dem Verfall gegensteuern. Der Arzt verabschiedete uns mit den Worten: Sie müssen jetzt ganz tapfer sein und das Ihm das auch sehr leid tut mit meinem Mann Frank. Leider weiß ich heute, was er damit gemeint hat.

Mein Mann Frank ist heute ein Pflegefall. Die hiesige Ärzteschaft hat sich  schulmedizinisch leider ein Desinteresse eingestellt.

Da ich nun fast alles über die heimtückische Krankheit Borreliose gelernt habe, wird mir immer klarer, welche Behandlung bei meinem Man versäumt worden ist. Man hätte von Anfang an Ihm Antibiotika geben müssen, stattdessen gab man Ihm Psychopharmaka oder Herzmittel in rauen Mengen, bis er selbst diese Mittel nicht mehr vertrug. Und das hatte auch Folgen, da dadurch das Immunsystem sowie die Nieren schweren Schaden genommen haben. Das dauernde Liegen als auch die sehr schlechte Gesamt-Zustand zeigt sich heute auch als
Nervenlähmung, Haarausfall, Muskelschwund, Zahnfleischbluten, Wundheilstörungen etc.

Leider hat auch der alternative Behandlungsversuch keine Besserung gebracht. Dies und alles andere ist auch der Grund, warum wir erheblich verschuldet sind. Auch der hilfesuchende Brief an Behörden, Ämter, Krankenkasse, Kassenärztliche Vereinigung Sachsen, und der Landesärztekammer Sachsen brachte nicht den erhofften Erfolg. Das ist leider ein Kampf gegen Windmühlen und die Begründung mancher Ablehnungsbescheide erspar ich mir lieber.

Aber auch Sie können helfen
Lesen Sie auf Franks Homepage, wie Sie Ihm aktuell helfen können


Klicken Sie einfach den Banner unten an
Sie kommen dann auf Franks Homepage

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü