Krankengeschichte 11 / 17 Jahre Borreliose - Die unerkannte Krankheit von Zecken - Borreliose

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Krankengeschichte 11 / 17 Jahre Borreliose

( Geschichte neu verfasst )

Krankengeschichte Borreliose 11

17 Jahre Borreliose

1992

Alles begann mit einem kreisrunden Hautausschlag, öfters auch mal Fieber mit starkem Krankheitsgefühl und Abgeschlagenheit.


1994

Erst 2 Jahre danach bekam ich die Diagnose. Es war Borreliose. Daraufhin wurde 4 Wochen Rocephin i. V. verordnet. Nach der Behandlung hatte ich weitere Beschwerden wie Sprachstörungen, Herzrhythmusstörungen, Schwellungen und Gelenkschmerzen, Fieber u. s. w. Allerdings erhielt ich jetzt die Diagnose: Von der Borreliose geheilt. Die Beschwerden wurden als vegetative Störungen interpretiert. Aber die Beschwerden wurden nicht besser. Im Gegenteil. Nun kamen auch noch Taubheitsgefühl der Haut und Schwindelgefühle hinzu. Auch die Herzbeschwerden wurden immer schlimmer.

Frau beim Gespräch mit dem Arzt mit Verdacht auf Borreliose

1996
Im Jahre 1996 wurde erneut die Diagnose Borreliose gestellt mit einer CP Therapie mit Doxycyclin und Diclofenac über 8 Wochen behandelt. Auch hatte ich das Gefühl, dass die Beschwerden für eine Weile besser wurden.

1999
Leider wurden meine Beschwerden immer schlimmer. Es zeigten sich wieder Hautausschläge, starke Gelenkbeschwerden und Herzprobleme. Diesmal hieß die Diagnose chronische Polyarthritis (CP) und dafür war laut der Diagnose die Borreliose geheilt. Ich bekam zur Behandlung Resochin und Cortison, später Vioxx (über 3 Jahre).  

2002
Heftige Beschwerden stellten sich ein. So hatte ich Atemnot, immer wieder Kreislaufzusammenbrüche, Herzrasen und Stolpern, starke Gelenkschmerzen und Fieberschübe. Eine Neue, für mich erstaunliche Diagnose hieß diesmal Hypochondrie (eingebildete Krankheit) eventuell auch Multiple Sklerose (MS).

2003
Die Beschwerden wurden wieder heftiger. So hatte ich rotes geschwollenes Gesicht, Fieber, Herzrasen, Wasseransammlung bis zur Hüfte und wieder vermehrt Zusammenbrüche. Dazu kam noch VES (erster Ausdruck einer Herzerkrankung) und geschwollene Gelenken. Die Diagnose diesmal: Der Zustand nach einer Borreliose (Post Lyme Syndrom), Verdacht auf Reentry Tachykardien (u. a. plötzliches Auftreten von Herzjagen), AV Block (eine häufige Herzrhythmusstörung) und eine Hypertensive Herzerkrankung (Erkrankung des Herzmuskels). Für die Behandlung wurde so genannte Betablocker (Medikament) eingesetzt.  Zwar wurden die Herzprobleme besser, allerdings hatte ich immer noch anfallartiges Herzrasen und Herzstolpern.

2005
Jetzt bekam ich die Diagnose für mein wirklichen Leiden: chronische reaktive Borreliose mit Co. Infektionen. Wieder wurde eine Antibiose über mehreren Wochen durchgeführt. Teilweise Besserung mit immer wieder auftauchenden Symptomen.

Hauptsächlich möchte ich erwähnen, dass ich 2005 eine Ärztin gefunden habe, die auf dem Gebiet der Borreliose eine Expertin und zudem verständnisvoll ist und den Patienten umsorgt. Das krasse Gegenteil hatte ich noch 2004 erfahren müssen, wo der Arzt mich wegen des Fiebers und den Herzproblemen sogar auslachte. Und das, obwohl restlos am Ende wegen meiner Krankheit war. Die Hauptaussage des Arztes war: Frauen haben halt hin und da Fieber und das ist bei Ihnen sowieso alles Nervlich bedingt. Wäre ich nicht von Natur aus so ein charakterstarker Mensch, dann hätte ich vermutlich diesem früheren Arzt geglaubt und würde mich vermutlich nicht auf dem Weg der Besserung befinden.   

Update der Krankengeschichte:

2007
Obwohl ich mehrfach Antibiotika mit verschiedenen Medikamenten erhielt, war keine Verbesserung in Sicht. Teilweise bekam ich bis zu 8 Wochen die ABs, aber es wurde einfach nicht besser. So kamen die Ärzte zum Schluss, dass bei mir die Antibiotika nicht wirken und meine Krankheit somit nicht heilbar wäre. Nur noch, wenn sich besonders schwere Schübe (wie zum Beispiel bei einer Herzbeteiligung) zeigen, würde ich das Antibiotika verschrieben bekommen. Dafür wurde mir quasi als Ersatz einige Vitamin- und Schmerzinfusionen gegeben. Im Gegensatz zur den ABs, verspürte ich teilweise eine Besserung der Borreliose Symptome.

2009
Die Ärztin, wo ich in Behandlung war, musste leider die kassenärztliche Zulassung abgeben. Somit suchte ich mir eine andere Ärztin, die mich vom Leiden der Borreliose befreien kann.

2010
Zurzeit bin ich bei einer neuen Ärztin in Behandlung, die zwei Versuche mit Antibiotika intravenös machte. Auch diese Behandlung brachte keine Verbesserung, dafür bekam ich eine schwere Darmentzündung und allgemein eine Zunahme der Borreliose Beschwerden. So hatte ich Schwäche in den Beinen und der Hüfte, starke Sehnen und Muskelschmerzen, schaffte es nicht mehr die Treppe hochzusteigen und konnte teilweise nicht einmal mehr auf einen Stuhl sitzen. Selbst das Gehen ist nur noch bei kurzen Strecken möglich, was aber oft mit stolpern und anecken an Kanten verbunden ist. Meine Blutwerte zeigten auch weiterhin einen positiven Wert der Borreliose an.  

Bei einer Untersuchung beim Neurologen wurde folgender Befund erstellt: Myalgien, Skoliose, Fußheberparese, Protrusionen der BWL, HWL und LWS mit degenerativen Veränderungen, supraventrikuläre Tachykardien und eine Lumbalgie mit unbekannter Genese. Das soll der Zustand sein, den ich nach der Borreliose habe. Doch statt diese Krankheiten und Symptome zu behandeln, wurde leider nichts unternommen. Auch meine 2. Ärztin musste die Praxis ganz schließen, so dass ich jetzt ohne einen Arzt dastehe. Auch eine Anfrage der Kassenärztlichen Vereinigung noch die KK konnte (oder wollte) mir weiterhelfen. So schätze ich meine Lebensqualität auf 50 Prozent ein und vor allen Dingen bin ich in allem sehr eingeschränkt. Selbst meine Arbeitszeit musste gekürzt werden, da ich körperlich den Anforderungen im Job nicht mehr gewachsen bin. Dazu kommt noch, dass ich starke Herzprobleme, Schlafstörungen, Zittern, ständig erschöpft bin und rot geschwollene Beine habe. Und das ist nur ein Auszug von weiteren Symptomen und Schmerzen.

Somit muss ich weiter suchen und einen Arzt finden, der mir endlich helfen kann. Ich suche einen Arzt, der für die Krankheit offen ist und eine Borreliose auch ernst nimmt. Bisher waren die Behandlungsversuche leider ohne Erfolg.

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