Krankengeschichte Borreliose 35 - Extreme Borrelien-Infektion? - Die unerkannte Krankheit von Zecken - Borreliose

Borreliose 24
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Krankengeschichte Borreliose 35 - Extreme Borrelien-Infektion?

( Geschichte neu verfasst )

Krankengeschichte Borreliose 35

Extreme Borrelien-Infektion?

Zuerst habe ich gedacht, das sind die Wechseljahre, da war ich über 50 Jahre alt. Als ich allerdings kurz vor meinem 53. Geburtstag stand, traten massivere Beschwerden wie zum Beispiel vermehrtes Schwitzen, wechselnde Gelenkschmerzen, unsicheres Autofahren und eine Unlust auf, das ich befürchtete, dass mein aktives Leben sich dem Ende zuneigt. Zwar war ich immer ein Optimist, aber nachdem rund 14 Tage später jedes Gelenk zu schmerzen begann, setzte ich mich an den PC und forschte nach der Ursache. Schon kurze Zeit später bekam ich die ersten Hinweise, die auf eine Borreliose hindeutete. Auch meine Symptomen passten zu dieser Krankheit, so dass ich den Entschluss fasste, die Behandlung selber in die Hand zu nehmen.

Arzt untersucht Patient wegen Zeckenbiss auf Borreliose

Es gab keinen Zweifel, es muss die Borreliose sein. Also versuchte ich mit kolloidalem Silber, die Krankheit zu heilen. Doch ich merkte schnell, dass damit die Krankheit nicht wegging. Jetzt ging ich doch lieber zum Arzt, da er mit seiner 40 jährigen Erfahrung die Krankheit bestimmt schnell in den Griff bekommt. Doch scheinbar begab er sich auf einen Holzweg, denn er wollte mich auf Rheuma untersuchen. Aber zu guter Letzt kam er doch noch drauf und veranlasste eine Laboruntersuchung auf Borreliose.

Da es in den neuen Bundesländern eine Meldepflicht für diese Krankheit gibt, bekam ich vom Gesundheitsamt zwei Tage später einen Anruf. Die wollten sich erkundigen, woher ich eine solche extreme Borrelien-Infektion mir zugezogen habe? Das Gute an dem Anruf war, das ich schon vor dem nächsten Arzttermin wusste, das ich an einer Borreliose leide. Wenn man so will, mit amtlicher Bestätigung.

Also forschte ich im Internet und fand auf der Robert-Koch-Insitut Webseite das Medikamnet (Doxycyclin 200), das ich für meine Krankheit Borreliose brauche. Was ich dann auch bei dem Arztbesuch verschrieben bekam. Nur wollte der Arzt es mir nur für 20 Tage geben, ich wollte aber es für 28 Tage, um auf Nummer sicher zu gehen. Am 26. Tag bekam ich schlimme Kopfschmerzen und hoffte, dass ich die letzten 2 Tage noch durchhalte.

Dabei hatte ich mich strickt nach Plan gehalten, damit ich keine schlimmen Nebenwirkungen bekomme und der Borrelien-Feind die volle Dosis abbekommt. Das war auch der Grund, warum ich sonst wenig Nebenwirkungen verspürte. Danach war ich erleichtert und war frohen Mutes, die nächsten 50 Jahre meines Lebens anzugehen.

Dazu hatte ich auch allen Grund, denn schon nach 4 Tagen Antibiotika Einnahme ging es mir besser, als die ganzen 6 Wochen zuvor. Auch die Arbeit im Garten geht wieder leichter von der Hand und ich bin voller Kraft und Mutes. Jetzt wollen wir mal hoffen, dass der ganze Borreliose Spuk vorbei ist.

Da ich im Internet gelesen habe, das man sich alles genau aufschreiben soll, hier meine Aufzeichnungen (vielleicht hilft das einen Borreliose Betroffenen, wenn er das liest).

  • 12.7 - Im Biergarten in Berlin von einer Zecke in die Schulter gebissen - entfernt wurde die Zecke (unvollständig, zerdrückt, kein Knacken) um 23 Uhr.

  • 20.7 - Grippegefühl mit leicht erhöhter Temperatur, dazu schlapp und Gelenkschmerzen, aber ohne Schnupfen oder Husten.

  • 23.7 - Die Hoden jucken extrem mit dunkelroter Färbung mit Druckschmerz. Dazu bekam ich Hüftschmerzen.

  • 19.8 - Geschwollenes (irgendwie schiefes Gefühl) Gesicht, so dass meine Frau einen Zahnarztbesuch empfahl. Außerdem bekam ich Schmerzen in der Hüfte, Schulter und Knien immer wieder abwechselnd etc.

  • 26.8 - Aufgrund von Gelenkschmerzen im Internet (Google) nach der Ursache gesucht. Verdacht auf Borreliose, aber wegen dem anstehenden Urlaub versucht ich es zu ignorieren.

  • 28.8 - 12.9 Urlaub mit Fahrrad fahren und wandern.

  • 30.8 - 31.8 Starke Schmerzen in der Nacht in den Kniegelenken. An Schlafen ist kaum noch zu denken, am nächsten Tag macht das Laufen keine größeren Probleme.

  • 01.9 - Keine Schmerzen mehr am Kniegelenk.

  • 07.9 - gelegentliches Einknicken am linken Bein Hüftgelenk, aber fast beschwerdefrei

  • 11.9 - schmerzhaft geschwollener kleiner Zeh am rechten Fuß am Morgen, tagsüber fast kaum spürbar.

  • 12.9 - jetzt schmerzt der Zeh danebenliegend und auch beim Kopf und Halsdrehen rechts Bewegungs-einschränkungen, so das nur der Oberkörper möglich ist.

  • 13.9 - der nächste (mittlere) Zeh ist geschwollen.

  • 14.9 - der rechte Fuß scheint fast wieder in Ordnung zu sein, wogegen weiterhin das Kopfdrehen eingeschränkt ist.

  • 17.9 - An der Halswirbel bekomme ich schmerzen, die mit Druck zunehmen.

  • 20.9 - dieselben Beschwerden, nur jetzt schmerzt auch noch das Kiefergelenk, die mit vorsichtigen Kaubewegungen komischerweise wieder weggehen.

  • 21.9 - wieder dieselben Beschwerden, wenn einige Zeit nichts gegessen wurde, was zu starken Bewegungs-einschränkungen führt. Versuche mit langsamen Kaubewegungen Abhilfe zu schaffen, funktioniert auch mit einem Kaugummi. Hilfe, wann kann ich wieder richtig essen?

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