Krankengeschichte 5 - Borreliose ohne Happy End - Die unerkannte Krankheit von Zecken - Borreliose

Borreliose 24
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Krankengeschichte 5 - Borreliose ohne Happy End

( Geschichte neu verfasst )

Krankengeschichte Borreliose 5

Borreliose ohne Happy End

1994

Es war der Tag, an dem sich mein Leben ändern würde. Zumindest hatte ich mich an den letzten Zeckenbiss im Jahre 1994 in der Kniekehle erinnert. Und der Zeckenbiss sollte nicht ohne Folgen bleiben. Daraufhin traten in der Folgezeit hin und wieder diverse Zipperlein zum Vorschein z. B. :

  • Schlafstörungen

  • Gürtelrose

  • unterschiedliche Hautausschläge

  • Lymphdrüsenschwellungen

  • grippeartiges Allgemeinbefinden

  • wechselnde Gelenk- und Rückenschmerzen

  • und Muskel und Sehnenschmerzen

Heilpflanze mit Tabletten

Anfang 2001
Ich habe seit Anfang 2001 ständige Schmerzen, die manchmal wandern oder an konstanter Stelle verharren. Andauerndes Erschöpfungsgefühl, das sich zunehmend in größeren Schlafbedürfnis und Antriebslosigkeit äußert.

Oktober 2001
Nach einem Bluttest auf Borreliose waren alle Werte im Normalbereich, außer der ELISA IgM war positiv (WB 41 + 58). Nach ca. 4 Wochen von Doxycyclin hatte ich keinerlei spürbare Veränderung des Allgemeinbefinden gemerkt. Außerdem war ich bei verschieden Fachärzten um andere Krankheiten auszuschließen.
Die ständige Müdigkeit ist sehr belastend, das wenn ich genügend Schlafzeit hätte, es locker auf 20 Stunden Schlaf am Tag kommen würde. Um mich zu informieren, hatte ich mich im Internet bei verschiedenen Selbsthilfegruppen eingelesen und stellte fest, das 200 mg Doxi scheinbar im Spätstadium so gut wie nutzlos wäre. Bei der nächsten Antibiose wollte ich es unbedingt mit Rocephin probieren.

Dezember 2001
Die Blutwerte sind um das Doppelte bei den AK-Titer gestiegen. (WB nun bei 41, 58 + 83). Nach dem der Arzt am Anfang bei der Vergabe des Rocephin zögerte, spritze er mir dann doch 1g täglich. Um Ihn dabei zu unterstützen zu wollen, brachte ich Ihm massig Info-Material über Therapieempfehlungen und Krankheitsverlauf mit, von dem er gar nicht begeistert war und vermutlich auch nicht lesen wird. Obwohl ich Ihn 2 mal auf die Dosis von 2 g angesprochen habe, lehnte er die Erhöhung der Dosis ohne Begründung ab. Dafür zeigte er mir sein verwunderliches Kopfschütteln. (Die Apotheken-Quittung gab mir die einzige bis dato logische Erklärung für sein Ablehnen).

Dies war mir aber in den nächsten Tagen egal, weil die Behandlung wie ein Blitz eingeschlagen hat. Kaum noch Schmerzen und ein
wunderbares Gefühl wie neu geboren. Auch die Antriebslosigkeit war verschwunden.  Die Behandlung sollte nach 10 Tagen abgeschlossen sein. Ich überredete meinen Arzt zur Weiterbehandlung von 5 Tagen. Nach der Behandlung von 15 Tagen waren so gut wie alle Beschwerden weg. Und so wurde die Borreliose-Behandlung beendet.

Januar 2002
Kaum 2 Wochen hielt der Zustand an, dann ging alles wieder von vorne los. Sehr starke Müdigkeit und heftige Schmerzen kamen zurück. Ich ging sofort zu meinem Arzt. Er gab mir eine Überweisung zum Blut-Borreliose-Test. Das Ergebnis  war beim Liquor und PCR negativ. Jetzt empfiehlte mir mein Arzt stationär in eine Nervenklinik zu gehen. Eine weitere Antibiose lehnte er ab. Gegen die Symptome will er auch nichts mehr verschreiben. Aber das Beste kommt ja noch. Er fragte mich allen Ernstes, warum ich überhaupt zu Ihm gekommen bin.

Frühjahr 2002
Erneuter Versuch bei einem anderen Arzt. Auch hier konnte ich nur 3 Wochen mit Antibiose aushandeln. Dafür sollte ich am Wochenende Behandlungspausen einlegen. Leider zeigte die Behandlung auch in höherer Dosierung keinerlei Wirkung. Auch mit anderen Medikamenten nicht.

Labor Köln: IgM+IgG negativ, WB IgG 18, 39, 41, 58, 83 IgM 39, 41 ( alle gefundenen Banden bisher).

Interessanterweise habe ich den Beipackzettel von Rocephin erhalten. Da steht geschrieben, dass für Erwachsene eine Dosis von 2 g empfohlen wird. Auch mögliche Resistenzen bei Unterdosierung wurden beim Arzt nie angesprochen. Durch die kurze Behandlungsdauer mögliche Chronifizierung erst recht nicht. Hätte ich das gewusst, so hätte ich auf die minimale Erstbehandlung auf Borreliose gerne verzichtet.

Jetziger Stand 2007 (Keine Garantie auf Vollständigkeit)

Konzentrationsprobleme und Leistungsminderung, ununterbrochene Schmerzen, Antriebslosigkeit, ständige Müdigkeit, Tachykardie (Ruhepuls um 130), Ständige erhöhte BSG, CPR und Leukos, Kurzatmigkeit und Schweißausbrüche bei der kleinsten Anstrengung, Ödeme, früher niedriger Blutdruck jetzt bei 170/110, rasante Gewichtszunahme trotz wenig Essen, schlagartige Sehverschlechterung und Schwindel, Missempfinden und Hautveränderung, häufig Kopfschmerzen, brennende Augen, RLS und beim Anwinkeln einschlafende Beine, kalte stechende Hände mit Feinmotorik - Störung sowie Einschlafneigung bei ausgestreckten Armen, GdB 50 seit August 2002, mehrere Schilddrüsenknoten bei normalen Hormonwerten.

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