Die unerkannte Krankheit von Zecken - Borreliose

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Krankengeschichte Borreliose 56 - Schmerzen waren extrem...



Krankengeschichte Borreliose 56

Schmerzen waren extrem...


Hallo bin der Ralf 55 Jahre und auch an Borreliose und Co erkrankt. Die Diagnose Borreliose bekam ich 2009, wurde vorher mit Verdacht auf Schlaganfall eingeliefert, aber auch nur weil mein damaliger Hausarzt in Urlaub war und die Vertretung sofort als er mich sah reagierte und im Nachbarhaus den Neurologen anrief der auch sofort kam und die Einweisung schrieb. Nach dem Krankenhaus Aufenthalt wurde ich mit 2x 100 mg Doxyclin morgens und abends behandelt für 10 Tage was laut Hausarzt ausreichen würde. Leider irrte sich mein Hausarzt und ich habe eine Ärztin gefunden die Borreliose behandelte. Sie lies sofort einen neuen

Wer die Krankheit Borreliose behandelt, braucht oft gute Fachkenntnisse

Bluttest machen wo wieder Borreliose festgestellt wurde, aber Sie behandelte mich dann für 3 Monate mit Minocyclin 2x 100 mg morgens und abends, dazu verschrieb sie mir für die Schmerzen Ibruprofen 800 mg die ich bei Bedarf einnehmen sollte (aber achtet bitte auf die Hinweise die es zu Minocyclin gibt, 2 Stunden vor und nach der Einnahme keine Milch und Käseprodukte und auch keine anderen Medikamente, die können die Wirkung aufheben), dann 3 Monate Antibiotika Pause.

So ging das dann 1 Jahr lang, bis sie dann Ihre Praxis verkaufte, also wieder neuen Arzt suchen der sich mit Borreliose auskennt, aber wie sich mit den Jahren rausstellte war es nicht der Richtige. Er behandelte mich zwar weiter nach den Vorgaben der Ärztin, aber es wurde nicht nach Co-Infektionen gesucht in der Zeit bis 2012 wo die Behandlung abgebrochen wurde. Zwar lies er noch mal das Nervenwasser untersuchen kurz nach der Antibiotika Behandlung mit Minocyclin, was leider auch falsch war wie sich später rausstellte.

Eine Liquor Untersuchung bringt nur etwas wenn nicht im Vorfeld mit Antibiotika behandelt wurde. Weil es kurz nach der Antibiotka Behandlung war, fiel die Untersuchung leider falsch negativ aus. Habe alle Hersteller von Minocyclin durch und nur die von ratiopharm helfen bei mir. Ohne Antibiotika hatte ich leider sehr schnell wieder Krämpfe im Oberschenkel die meistens über 1 Stunde an hielten und so habe ich nach Alternativen für mich gesucht ohne Rezept versteht sich, mein Neurologe & Psychiater gab mir den Tipp mit Magnesium was ich auch ausprobierte, dazu verschrieb er mir Tilidin 4 mg Tropfen gegen die extremen Schmerzen.

Er sagte, das ich maximal 30 Tropfen nehmen darf, aber ich sollte es mal mit 15 Tropfen ausprobieren am Anfang, nach ein paar Tagen hatte ich es raus 10 Tropfen die passten am besten und auch nur Abends, tagsüber durfte ich nur 5 Tropfen nehmen, weil ich nach 10 Tropfen sofort müde wurde und auch die Augen zufielen. Mit dem Neurologen habe ich dann raus gefunden das meine Symptome schon 1981 anfingen als ich bei der Bundeswehr war. So im Rückblick hatte ich auf dem Kopf kreisrunden Haarausfall der nach 2 Monaten wieder zugewachsen war. An Borreliose hat da noch keiner gedacht.

1982 fingen dann die Beschwerden erst so richtig an alle 4 Wochen Grippe Symptome, Schwindelanfälle schwarz vor Augen, da kein Arzt gefunden hat woran es liegt. Wurde ich sogar als Simulant abgestempelt. Habe dann die eigene Schlüsse gezogen und habe es auf meine Arbeit Untertage geschoben und habe die Zeche 1984 verlassen. Symptome blieben und alle 4 Jahre wieder Grippe Symptome über 2 bis 3 Monate mit Krankschreibung so ging das bis Mitte 2009.

Was mir aber auch aufgefallen ist das die Borreliose erst so richtig durch kam als ich das Rauchen aufgegeben hatte Ende 2008, inzwischen rauche ich wieder seit Mitte 2013. In diesem Jahr Mitte Januar 2017 auch die Grippe Symptome am Anfang aber viel heftiger als sonst, worauf ich schon an mehr als nur Borreliose gedacht habe. Aber wie immer erst mal anfangen die normalen Krankheiten ausschließen bevor man sich auf die Suche nach Borreliose Spezialisten macht.

Der erste Neurologe in diesem Jahr war der Beste von allen Fehldiagnosen, nach 5 Minuten meinte er psychosomatische Störung. Aber was ja bei so einem Verdacht gemacht werden müsste lies er auch bleiben. dazu kam dann noch die Behauptung das ich noch nie Borreliose hatte. Nur gut das wir Borreliose Erkrankten nicht einfach aufgeben und weiter nach Ärzten suchen die uns helfen. Bin ende März nach Pforzheim gefahren wo dann nicht nur Borreliose sondern auch EBV-Infektion und Zytromelagie bestätigt wurde und in dem Bluttest wurde auch nach NK57-Zellen gesucht, die bei mir erniedrigt waren und auf Neuroborreliose hin deuten.

Da die Kombi-Therapie mit Minocyclin 2x 100 mg für mehr als 6 Wochen und Metrodinazol 3x 500 mg ab der 2 Woche für 10 Tage kein Erfolg hatte, bin ich dem Rat von dem Borreliose Spezialisten gefolgt und habe mir ein Termin beim Urologen geholt das meine Hormone überprüft werden. Er hat am anderen Morgen auch ein Bluttest gemacht und es wurde festgestellt das meine Hormone total durcheinander sind. Bei der Untersuchung kam aber noch mehr raus und so wurde noch mal Blut abgenommen und zur Humangenetik Analyse eingeschickt.

Ende Juli wurde dann bestätigt das ich noch die Erbkrankheit Klinefelter-Syndrom habe, das heißt das ich ein X-Chromosom zuviel habe. Klinefelter-Syndrom betrifft nur Männer, ich erwähne das weil die Borreliose Symptome auch dazu passen. Es wurde in andere Krankengeschichten über Wärmetherapie geschrieben, dazu habe ich was gelesen auf einer Homepage von einer Klinik in Bad Aiblingen die damit gute Erfolge haben.

Borrelien sollen ab einer Körpertemperatur von 41,6 Grad absterben. Sollten wieder bei mir alle Behandlungen nichts bringen werde ich mit denen Kontakt aufnehmen. Aber vorher gilt es meine Hormone ins Gleichgewicht zubringen und dann einen neuen Versuch mit der Kombi-Therapie Minocyclin 2x 100mg über 4 Wochen und Tinidazol 2x 500 mg für 10 - 20 Tage (gibt es auf Privatrezept in Frankreich), Tinidazol ist besser verträglich zu Metrodinazol. dafür bekommt man Metrodinazol auf Kassenrezept. Es muss jeder für sich entscheiden welche Behandlung wir annehmen von dem Arzt unseres Vertrauens.

Eins was ich noch gelesen habe war das grüner Tee die Einnahme der Medikamente besser unterstützt als Wasser oder anderes. Wir brauchen einen guten Hausarzt der nach Vorgabe der Spezialisten behandelt und nicht gleich umfällt, wenn der MDK oder SMD mal etwas anders sieht was unsere Borreliose angeht. Es gibt gute Spezialisten für Borreliose die leider etwas weiter weg sind und wo es auch etwas dauert bis wir den Termin haben, habe jetzt einen Termin bei einer Neurologin bekommen der erst im Oktober ist, aber nach den Reinfällen in diesem Jahr geht es halt nicht anders.

Bei Borreliose haben wir es mit über 50 Symptomen zu tun und bei Hormone sind es über 150 Symptomen, ich kann euch nur Empfehlen schaut dort auch nach. Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft und das euch geholfen wird. LG Ralf

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