25.03.10
Die Ergebnisse eines Expertengespräch am Robert Koch-Institut
Zwar hat diese Treffen schon im Oktober 2007 stattgefunden, doch sind die Ergebnisse trotzdem interessant, weil was hat sich seit damals geändert? So ist Deutschland ein Hochepidemie-Gebiet, in dem alle bekannten Borrelienarten wie Borrelia burgdorferi, Borrelia garinii, Borrelia afzelii und Borrelia spielmanii vertreten sind. Auch ist die Lyme Borreliose die am Häufigsten übertragene Infektionskrankheit von Zecken. Die Expertengruppe geht mehrheitlich davon aus, dass die Bedeutung der Lyme Borreliose in den nächsten 10 Jahren zunimmt. Zudem wurden Forschungslücken festgestellt in Bereichen von z. B. der Klinik, Epidemiologie, Diagnose, Ökologie und der Immunologie. Wichtig wurde u. a. angesehen, das eine Standardisierung der Borreliose Tests erfolgen muss, das eine Meldepflicht eingeführt werden sollte, eine Bestimmung der Krankenlast besser feststellbar ist, eine genauere Untersuchung zwischen dem Erreger und dem Immunsystem erfolgen sollte sowie eine Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung eine Infektion erstellt wird. Gerade bei den nicht standardisierten Borreliose Tests können durch eine nicht festgestellte Borreliose Mehrkosten durch Mehrfachanwendungen entstehen und außerdem beim Patienten zu einem Vertrauensverlust der medizinischen Grundversorgung führen. Hier bedarf es dringend Forschungsbedarf. Bei den Neuinfektionen von 60.000 - 100.000 handelt es sich um eine Schätzung, da es nur eine Meldepflicht in den neuen Bundesländern gibt. Bei den gestiegenen Zahlen an Neuerkrankungen kann von einer größeren Zahl ausgegangen werden. Somit sei eine Meldepflicht in ganz Deutschland sinnvoll. Außerdem wurde der Krankheit Lyme Borreliose zu wenig beachten geschenkt, so das dringend Handlungsbedarf bestehe. Meine Frage dazu: Ich finde das Ergebnis der Expertengruppe vom Robert Koch-Institut ganz gut, doch jetzt haben wir das Jahr 2010 und was hat sich bis jetzt eigentlich verändert? Quelle: http://www.rki.de
18.03.10
Kartenmagie oder Chance auf Heilung der Borreliose?
Als zum ersten Mal die Borreliose bei mir aufgetaut ist, hätte ich nicht gedacht, dass ich die Krankheit auch noch 10 Jahre später haben werde. Und seit ich seit ca. 3 Jahren weiß, dass es überhaupt die Borreliose ist, habe ich auch schon einiges unternommen. Das oft hoch gelobte Antibiotika half bei mir dabei kein bisschen. Meine Theorie zu der Borreliose ist, dass sich bei mir eine andere Krankheit die Heilung der Borreliose verhindert. Doch welche seltsame Krankheit wird das wohl sein? Zumal ich beim meinen Ärzten da bestimmt nicht nachfragen kann, wenn die nicht einmal meine Borreliose gefunden haben. Auch die Info eines Heilpraktikers bestärkt mich in dem Glauben, der meint, dass ein gesunder Mensch gar keine Borreliose bekommen kann. So weit wurde ich nicht gehen, aber die Borreliose würde bestimmt wieder schneller abheilen. Inspiriert von der Krankengeschichte "Borreliose im Ohr" (siehe Fallbeispiele) fragte ich bei der Betroffene nach, wie das mit der Behandlung genau funktioniert. Zum Glück wohne ich in der Gegend, so dass ich jetzt auch bei dem Heilpraktiker bin. Zuerst werden die Schwingungen von meinem Körper mit einem Diagnoseverfahren vom einem Computer auswertet. Danach bewerten zwei Therapeuten die Computeranalyse und stellen dann den Therapieplan zusammen. Die Informationen werden auf Therapiekarten gespeichert und man trägt die Karten dann meist den ganzen Tag am Körper. Bei der Diagnose durch den Computer werden auch erworbene oder vererbte gesundheitliche Störungen im Körper gemessen. Dabei spielt die Genetik eine große Rolle. So soll es bei jedem Menschen Stärken aber auch Schwächen geben. Eine schwache Leber wird vermutlich schneller degenerieren als eine Starke. Das dürfte auch der Grund sein, warum manche Menschen mehr Probleme z. B. bei einer Chemikalienbelastung haben. Durch die Therapiekarten wird nun versucht, das Immunsystem mit seinen Schwächen zu trainieren. Leider geht das nicht von heute auf morgen, so dass ich nach 3 Monaten noch keine deutlich spürbaren Effekte habe. Allerdings habe ich die Krankheit auch schon mindestens 10 Jahre. Was sind da schon 3 Monate?
10.03.10
Die Probleme bei der Borreliose von der Entstehung bis zur Behandlung
Heute will ich mal aufzeigen, was bei der Borreliose oft schief laufen kann. Das fängt schon bei dem Zeckenstich an. Gerade die rechtzeitige Entfernung der Zecke schützt nicht immer vor der Borreliose, da Zecken auch die Borrelien im Speichel haben können. Nach dem Zeckenstich sollte man die Zecke immer aufbewahren, denn die Borrelien können bei einer toten Zecke bis zu 2 Jahre nachgewiesen werden. Auch die Wanderöte, die als sicheres Zeichen für die Borreliose gewertet wird, tritt nur bei ca. 50 % der Betroffenen auf. Um einen Borreliose Test zu machen, muss man in der Regel 6 - 8 Wochen warten, bis sich genügend Antikörper gebildet haben. Das kann aber schon zu spät sein, denn die Patientenorganisation "Borreliose und FSME Bund Deutschland e. V." hat vor längerer Zeit informiert, dass eine Borreliose schon nach 4 Wochen chronisch werden kann. Zumal ein Borreliose Test (wenn der unstandardisierte Test überhaupt was anzeigt) nichts über den Zustand aussagt, ob die Borreliose aktiv ist oder nicht. So kann ein gesunder Mensch auch einen erhöhten Borreliosewerte haben. Deshalb wird das klinische Erscheinungsbild meist mit eingebunden. Die Frage ist nur, wie man dies wertet? Sind jetzt z. B. die Kopfschmerzen von der Borreliose oder von einer psychischen Erkrankung? Welche Symptome bei einer Borreliose typisch sind lässt sich meist auch nicht sagen, da die Borreliose ist eine Multisystemkrankheit ist. Glaubt man nun eine Borreliose gefunden zu haben, dann geht es weiter mit der Behandlung. Doch wie viel und wie lange man das Antibiotika gibt, da haben viele Experten Ihre eigene Meinung. Zwar gibt es Leitlinien, die aber gerade in den USA von einem Generalstaatsanwalt überprüft werden. Nach der Behandlung machen einige Ärzte einen zweiten Test, um zu schauen, ob die Borreliose abgeheilt ist. Doch gibt es meines Wissen überhaupt kein Test, der dies sagen könnte. Denn sind die Werte stark gefallen, was sagt das schon aus, wenn die Beschwerden geblieben sind? Und selbst wenn alle Symptome verschwunden sind, ist man dann auch gesund? Es kann doch gut sein, dass ein paar Borrelien sich verkapselt haben und später wieder reaktiviert werden. Ich kenne zwar nicht alle Krankheiten, aber bei der Borreliose läuft so einiges schief.
04.03.10
Die Syphilis wird kontrolliert und die Borreliose nicht?
Viele Betroffene von der Borreliose kennen es vermutlich. Als ich damals mit diffusen Borreliose Symptome zum Arzt kam, war die Diagnose schnell gefunden. Für den Hausarzt war sofort klar, dass ich eine psychische Krankheit habe. Da ich das nicht glaubte, überwies er mich zum Psychiater. Auch der glaubte scheinbar von Berufswegen, dass ich eine psychische Störung habe. Wäre ich dort in ein psychiatrisches Krankenhaus gekommen, hätte ich wohl Pech gehabt, weil ich keine Syphilis habe. Denn bei den meisten psychiatrischen Krankenhäusern wird der eingewiesene Patient standardmäßig auf mögliche Syphilis überprüft, aber nicht auf eine Borreliose. Dabei gibt es eine tschechischen Untersuchungen, die in einer Studie festgestellt haben, das in psychiatrischen Krankenhäuser die Patienten fast doppelt so häufig einen erhöhten Borrelientiter haben, als bei dem normale Vorkommen in der Bevölkerung. Scheinbar interessiert das aber groß niemand. Dabei ist gerade bei der Neuroborreliose diese psychischen Beschwerden ähnlich wie bei der Syphilis. Somit hege ich den Verdacht, dass in unseren psychiatrischen Krankenhäusern wohl viele Borreliose Betroffenen sitzen, die nicht einmal wissen, dass Sie eigentlich an der Borreliose leiden. So kann der Psychiater stundenlang mit dem Borreliose Patienten über die Kindheit reden und dort die Ursache zu suchen. Es wird vermutlich nichts nützen. Ich frage mich, warum das in der heutigen Zeit nicht bekannt ist, wo dieses Wissen jedem Arzt zugänglich sein sollte. Es kann doch nicht sein, das Patienten in psychiatrischen Kliniken im Schicksal ausgeliefert sind, wo ein einfacher Borreliose - Test Klarheit bringen könnte. Quelle: Buch von Dr. Petra Hopf-Seidel - Krank nach Zeckenstich vom Knaur - Verlag.
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