Die unerkannte Krankheit von Zecken - Borreliose

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Borreliose News 7

04.08.11
Wann sollte ich eine Borreliose vermuten?

Keine einfache Frage, aber ich will versuchen, diese heute zu beantworten. Als 1. ist sicherlich die Wanderröte (Erythema migrans) zu erwähnen, die zwar nur bei ca. 50 % in Erscheinung tritt, aber ein sicheres Merkmal der Borreliose ist. Doch was ist, wenn ich keine Wanderröte habe? Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, das wenn die Symptome keiner Krankheit zuzuordnen ist, dann kann man schon eine Borreliose vermuten. Wenn jetzt ein Borreliose-Test gemacht wurde, aber der Test negativ war, dann ist oftmals beim Arzt die Suche nach der Borreliose beendet. Ein negatives Testergebnis muss aber nicht bedeuten, das man keine Borreliose hat. Auch bei mir war der erste Borreliose Test negativ. Die Liquorpunktion soll, wie ich schon in den News vom 16.06.11 erwähnt habe, zu Feststellung der Krankheit Borreliose zwar unsicher sein, wenn aber das Ergebnis positiv ist, dann gilt die Borreliose als gesichert. Hat man einen Zeckenbiss erlitten, sollte man auf z. B. grippeähnliche Symptome achten. Meine Krankheit begann zum Beispiel mit unerklärlichen leichten Symptomen wie leichten Sehstörungen, dass ich den Kaffee nicht mehr vertrug, schon bei kleinen Mengen Alkohol einen langen Kater über mehrere Tage hatte und irgendwie immer müder wurde. Auch fühlte ich mich immer mehr überarbeitet, so dass ich mich am Wochenende immer nur noch ausruhen wollte. Da die Symptome unspezifisch waren, hatten meine Ärzte die Diagnose schnell gefunden, die da lautete: vegetative Dystonie oder psychosomatische Beschwerden. Eine klassische Fehldiagnose, die oftmals Patienten der Borreliose erhalten. Denn meist folgt zur (vermuteten?) Diagnose aber keine ursächliche Behandlung, was doch seltsam ist. Da mein erster Test negativ war, ich aber nicht an die Psycho-Diagnose glaubte, ging ich zu einem Heilpraktiker, der mich mit der Methode Kinesiologie austestete. Mein Heilpraktiker hatte keine Zweifel, dass ich eine Borreliose hatte, trotzdem Wissen, das mein Testergebnis negativ war. Theoretisch hätte ich mich schon nach dem kinesiologischen Test behandeln lassen können, doch welcher Arzt behandelt mich aufgrund dieser Diagnosemethode? Aber danach war mir klar, ich habe eine Borreliose. Ich musste nur noch den Ärzten beweisen, dass ich diese Krankheit auch habe. Dazu musste ich mir ein Labor (siehe Behandlungsarten) suchen, das sich auch auf eine Borreliose spezialisiert hatte. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wenn ich meinen Ärzten damals geglaubt hätte, denn dann würde ich bestimmt heute mein Dasein in einer psychiatrischen Einrichtung verbringen, ohne Hoffnung auf Heilung. Eine Borreliose ist keine Krankheit, die man ein bisschen psychisch behandeln kann und alles wird gut.


28.07.11
Kann ein bestimmtes Gel die Borreliose verhindern?

In der Universitätsklinik in Köln soll zurzeit eine Untersuchung laufen, bei dem ein bestimmtes Gel gegen die Borreliose getestet wird. In dieser neu angelegten Studie wird eine neue Therapie ausprobiert, die eine Infektion nach dem Zeckenstich verhindern soll. Dabei handelt es sich um ein antibiotikahaltiges Gel, das nach dem Zeckenstich auf die Haut aufgetragen wird. Damit soll eine Infektion nachträglich verhindert werden, die sonst zur Borreliose führen kann. Ist die Studie erfolgreich, würde das Mittel ab 2013 voraussichtlich auf den Markt kommen. Das Zeitfenster nach einem Zeckenbiss soll ca. 4 Tage betragen, weil bis zu diesem Zeitpunkt die Borrelien in der Nähe der Einstichstelle verbleiben würden. Warum die Bakterien dort so lange verbleiben, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Der Vorteil dieser Methode soll sein, da das Gel nur lokal auf die Einstichstelle der Haut aufgetragen wird und kein Antibiotika ins Blut gelangt. Somit würde dann auch keine systemische Nebenwirkung auftreten. Wer die News von borreliose24 schon länger liest, kann sich vielleicht noch an den Beitrag vom 15.07.10 erinnern, wo ich eine Salbe vorstellte, die sich Tetracyclinsalbe nennt. Empfohlen hat diese Salbe damals der Dr. med. Dr. med. habil. Max Daunderer, der sich an keine Borreliose seiner Patienten erinnern kann, wenn die Tetracyclinsalbe rechtzeitig nach dem Zeckenstich auf die Einstichstelle "hirsekorngroß" aufgetragen wurde. Somit wäre die inoffizielle Studie des Arztes mit der Salbe schon erfolgreich. Bei der obengenannten Studie der Uni Köln soll es sich um den antibiotischen Wirkstoff Azithromycin handeln. Erste Versuche an Tier und Mensch haben gezeigt, das die Wahrscheinlichkeit groß ist, das dieses Gel eine Infektion der Borreliose verhindern kann. Wer aber jetzt schon einen Zeckenbiss erlitten hat und logischer Weise nicht bis zum Jahre 2013 warten kann, kann sich als Erwachsener (Alter zwischen 18 - 80) bei der Uniklinik Köln melden. Denn es werden noch Probanden für die Studie gesucht. Ich würde aber die Zecke, die zugestochen hat auch gleich mitbringen, damit diese auf Borrelien mituntersucht werden kann. Ich hoffe mal, dass diese Studie erfolgreich verläuft, da man so wieder entspannter die Natur genießen kann. Wenn dann doch mal eine Zecke zugestochen hat, macht man dann das Gel darauf und muss nicht mehr die ganz große Angst haben, an einer Borreliose zu erkranken. Ein Restrisiko gibt es natürlich, denn es gibt ja zum Beispiel auch unbemerkte Zeckenstiche. Somit wäre das genauste Absuchen des Körpers nach einem Naturaufenthalt noch wichtiger geworden. Quelle: http://www.rundschau-online.de


21.07.11
Mit Meerrettich die chronische Borreliose besiegen?

Mich erreicht vor Kurzem eine E-Mail, wo eine nette Betroffene der Borreliose mir ein Tipp gab, es doch mal mit Meerrettich zu probieren. Da ich Meerrettich sowieso nicht essen mag, ignorierte ich zuerst die Empfehlung. Aber als Sie mir schrieb, dass Sie an einem Bein gelähmt war und das andere Bein auch schon zu Lähmung tendiert, jetzt aber wieder laufen konnte, war mir klar, dass ich den Meerrettich unterschätzt hatte. Also gleich ins Internet, wo auf einer Webseite erwähnt wird, dass Meerrettich auch bei Pferden angewandt wird, wenn diese Borreliose haben. So wie es aussieht, können Pferde durch Meerrettich geheilt werden oder zumindest geht es Ihnen deutlich besser. Aber zurück zu der E-Mail. Jetzt wollte ich es natürlich genau wissen. So fragte ich Sie, welche Sorte Sie genommen hatte? Sie antwortete mir, dass man ganz normalen Meerrettich nehmen kann, wo es auf den Markt oder in Kaufhäuser zu kaufen gibt. Wie viel Meerrettich nimmt Sie pro Tag? Um zu erreichen, dass der Meerrettich die Liquor-Schranke überwinden kann, um die Borrelien abzutöten, geht Sie von 40 - 50 g (frisch geriebener und gleich (mit Brot) verzehrten) Meerrettich pro 100 kg Körpergewicht aus. Da ich im Internet gelesen habe, das man ab einer Menge von 20 g vorsichtig sein sollte, da es zu Magengeschwüren kommen kann, antwortete Sie, dass Sie trotz dieser hohen Dosierung keine Magenprobleme hat, aber lieber Magengeschwüre hätte, als noch einen Tag länger als notwendig an der Borreliose zu leiden. Von Ingwer als Magenschutz rät sie ab, da diese Pflanze zwar den Magen schützen kann, aber auch die Fortpflanzung der Borrelien fördern kann. Allenfalls Olivenöl oder Knoblauch wäre denkbar als Magenschutz. Nun wollte ich wissen, ob es Erstverschlimmerungen gibt? Sie spürt förmlich, wie sich die Borrelien gegen den Meerrettich wehren und hat jede Menge Herxheimer Reaktionen. Und nun die letzte Frage, wie dosiert Sie den Meerrettich? Sie wiegt ihn immer ab, was in etwa 2 gehäufte Esslöffel ergibt. Am Besten man wiegt ihn einmal selber ab und weis dann, wie viel man in Zukunft nehmen kann. Für alle Leser, die den Beitrag kritisch sehen sei gesagt, dass die Frau vorher in 2 Krankenhäusern ohne Erfolg behandelt wurde und Angst um Ihr Leben hatte. Erst seit der Einnahme des Meerrettichs kann Sie wieder laufen und hat sogar eine chronische Blasenentzündung damit besiegt. Natürlich sollte man bei einer Borreliose sofort zum Arzt. Aber wenn der nicht helfen kann, was dann?


14.07.11
Kann die therapeutische Blutwäsche bei der Borreliose helfen?

Bei dem Ehec-Skandal wurden die Patienten bei einem schweren Verlauf der Krankheit mir einer Blutwäsche behandelt. In dem Buch "Krank durch Zeckenstich" von der Borreliose Spezialistin Dr. Petra Hopf-Seidel beschreibt die Ärztin die therapeutische Blutwäsche (Apherese) als ein vielversprechender Weg der Behandlung der Borreliose. Dabei bedarf es meist nur 2 Waschgängen, um schon oft sichtbare und spürbare Erfolge zu haben. Nach der 1. Blutwäsche folgt nach einem Tag Pause die 2. Blutwäsche und nach Bedarf nach 3 Wochen eine Dritte. Das Besondere bei der therapeutischen Blutwäsche ist, dass außer der Wäsche auch noch das Blut analysiert werden kann. So würde man meist genau sehen können, welche Blutbestandteile den Patienten krankgemacht hat. Ihrer Erfahrung nach haben bei der Blutwäsche natürlich die meisten Borrelien-Antikörper im Blut, aber auch sehr oft viele Schwermetalle. Außerdem auch z. B. Acetylcholin, Ganglioside, Immunglobuline, Fibrinogen und zirkulierende Immunkomplexe, das im Blut bei der Blutwäsche gefunden wurde. So kann der Therapeut genau sehen, welche Ursachen (wie z. B. belastende Umwelteinflüsse oder Vorschädigung des Immunsystems) für die Erkrankungen schuld sein könnte. Obwohl es viele Betroffenen der Borreliose nach der Blutwäsche besser geht, sollen hauptsächlich in der Frühphase der Krankheit die Chancen sehr gut sein. Doch in Deutschland kennt die Spezialistin (Stand 2008) nur eine Anlaufstelle (INUS Medical Center - Furth im Wald), wo Ihres Wissens mit der therapeutischen Blutwäsche gearbeitet wird. Doch ob so eine Therapie bei der Borreliose die gesetzlichen Krankenkassen zahlen, ist fraglich. Aber wäre es nicht gut zu wissen, was denn genau die Ursachen der Borreliose sein können? Die Ärztin geht davon aus, dass die Ansteckung der Borreliose bei vielen Patienten quasi der zusätzliche Tropfen ist, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Ich stelle mir das nun so vor, das durch die therapeutische Blutwäsche der Tropfen bildlich gesprochen wieder zurückgenommen wird. Alleine die Hoffnung, dass es durch die Blutwäsche die Borreliose Symptome gemildert werden könnte, klingt verlockend. Quelle: Buch "Krank durch Zeckenstich" von Dr. Petra Hopf-Seidel

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Krankenhausbett

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